Verkehrschaos in Hamburg-Altona: Sternbrücke wird während der Sommerferien ausgetauscht
In Hamburg-Altona wird es ab Mitte Juli ordentlich turbulent. Die Sternbrücke, eine der zentralen Verkehrsverbindungen der Stadt, wird während der Sommerferien komplett ausgetauscht. Das hat natürlich Folgen für alle, die hier unterwegs sind – ob mit dem Auto oder dem Zug. Die Kreuzung an der Stresemannstraße und der Max-Brauer Allee wird für sechs Wochen blockiert. Wer also plant, dort vorbeizufahren, sollte sich gefasst machen auf Umleitungen und einige Umwege.
Ab dem 14. Juli wird die Deutsche Bahn mit Bauarbeiten beginnen, die bis zum 20. August andauern. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit zwischen Hauptbahnhof und Altona zu sichern und die Voraussetzungen für den neuen Bahnhof Altona zu schaffen. Bei all diesen Vorbereitungen ist es leider unvermeidlich, dass es zu längerfristigen Sperrungen im Bahn- und Straßenverkehr kommt. Wer also auf die S-Bahn angewiesen ist, muss sich auf Umleitungen und Ausfälle einstellen. Die Züge zwischen Sternschanze und Altona fallen aus, während Busse für Ersatz sorgen. Das Ganze wird noch komplizierter, denn ab dem 18. Juli gibt es im Fernverkehr nur noch eingeschränkte Verbindungen.
Umleitungen und Einschränkungen
Die B431, auch bekannt als die Stresemannstraße, wird ab Mitte Juli geschlossen. Aber keine Panik, es gibt weiträumige Umleitungen – über die Elbchaussee, die glücklicherweise während der Sommerferien nicht als Baustelle fungiert, und die Fruchtallee. Verkehrssenator Anjes Tjarks hat auch Schranken im Schanzenviertel geplant, die nur von Bussen passiert werden können. Immerhin sind es rund 40.000 Fahrgäste täglich, die auf diese Linien angewiesen sind.
Die Max-Brauer-Allee wird ab Ende Juni für etwa zehn Wochen gesperrt. Das bedeutet für die Anwohner, dass sie längere Zeit in Hotels verbringen müssen. Ein nicht gerade erfreuliches Unterfangen, wenn man bedenkt, dass die Umstellungen auch für die Buslinien – inklusive Ersatzhaltestellen – eine echte Herausforderung darstellen. Die Deutsche Bahn hat zudem angekündigt, dass viele Fernverkehrshalte in Altona und Dammtor entfallen werden. Wer nach Frankfurt, Berlin oder ins Ruhrgebiet möchte, muss sich auf einen ICE pro Stunde einstellen. Das klingt nicht gerade nach einer entspannten Reise.
Die Bedeutung der Bauarbeiten
Senator Tjarks hebt die Wichtigkeit der Maßnahmen für den Verkehrsfluss hervor. Die Baumaßnahmen sind nicht nur ein kurzfristiges Ärgernis, sondern sollen langfristig mehr Kapazität und einen zuverlässigeren Bahnverkehr bieten. Die Arbeiten umfassen den Rückbau der alten Sternbrücke, die Vorbereitung der Eisenbahnüberführung an der Holstenstraße sowie die Errichtung neuer Stützwände an der Schanzenstraße. Das alles geschieht in einer Phase, die verkehrsärmer ist, um die Auswirkungen auf die Bürger so gering wie möglich zu halten.
Wer jetzt denkt, dass das Chaos einfach so über uns hereinbricht, der irrt sich. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hat Abstimmungsunterlagen für die Träger öffentlicher Belange erstellt. Diese Unterlagen werden zur Abstimmung der geplanten Maßnahmen verschickt, und die Träger können Stellungnahmen dazu abgeben. Auch in öffentlichen Sitzungen und Veranstaltungen werden die Planungen vorgestellt. Anlieger, Gewerbetreibende und andere Nutzer vor Ort haben die Möglichkeit, Anregungen und Bedenken zu äußern. Es wird also nicht in einem Vakuum entschieden, sondern die Bürger werden aktiv in die Planungen einbezogen.
All das zeigt, dass Hamburg bereit ist für Veränderungen – auch wenn der Weg dorthin manchmal steinig ist. Die Vorfreude auf eine moderne und leistungsfähige Verkehrsstruktur ist groß, auch wenn die Übergangszeit einige Geduld erfordert. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als die Zeit zu nutzen, um auf die neuen Möglichkeiten zu warten, die uns nach all den Umleitungen und Baumaßnahmen erwarten werden.
