In Hamburg, genauer gesagt in der Katharinenstraße, brodelt es gewaltig. Die Anwohner:innen haben die Nase voll von ihrem Nachbarn, Tim Schulze. Ein Name, der für viele nicht nur ein Gesicht hat, sondern auch Angst und Schrecken verbreitet. Als bekannter Neonazi sorgt er für nächtliche Unruhen und weckt die Nachbarschaft mit seinen wütenden Schreien. Schlaflosigkeit ist das neue Normal für viele, die sich nicht einmal mehr sicher fühlen, wenn es dunkel wird.

Die Berichte über Schulzes Verhalten sind mehr als alarmierend. Er soll nicht nur mit Fäkalien um sich werfen, sondern auch Drohzettel an Briefkästen und Balkone hängen. Stellt euch das mal vor – ihr öffnet eure Tür und findet dort eine Botschaft der Einschüchterung. Anwohner haben Videos und Fotos gesammelt, die seine Eskapaden dokumentieren, darunter sogar Tierquälerei. Das ist kein gewöhnlicher Nachbarschaftsstreit mehr, das ist eine ernste Bedrohung.

Ein Nachbarschaftsdrama

Einige Nachbarn haben bereits Anzeige erstattet, doch die Polizei bleibt in dieser Angelegenheit im Unklaren. „Wir können dazu keine Auskunft geben“, heißt es. Die SAGA, die Wohnungsbaugesellschaft, bestätigt zwar, dass Beschwerden bekannt sind, bleibt aber bei weiteren Details zu den Mietverhältnissen stumm. Die Anwohner führen akribisch Protokolle über die Vorfälle und haben diese der SAGA übermittelt. Irgendwie klingt das nach einem Krimi, der sich direkt vor unseren Augen abspielt.

Die Situation hat mittlerweile so drastische Ausmaße angenommen, dass eine Nachbarin ihre Wohnung aufgegeben hat und nun bei ihrer Mutter schläft. Man kann sich kaum vorstellen, wie es für die Kinder in der Umgebung ist. Sie haben Angst, im Innenhof zu spielen, und berichten von zerstochenen Autoreifen. Was für eine schreckliche Kindheit, wenn das Spielplatz-Abenteuer durch solche Bedrohungen getrübt wird.

Die dunkle Seite des Neonazismus

Neonazismus ist keine Randerscheinung in Deutschland. Die rechtsextreme Szene, die man oft als „Skinheads“ oder „Autonome Nationalisten“ kennt, zeigt sich handfest und gewalttätig. Sie treten mit antikapitalistischen und nationalsozialistischen Parolen auf, schwenken Flaggen, die von Deutschland über Schlesien bis hin zur Flagge des Iran reichen. Und das ist erst der Anfang. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz wurden Ende 2017 rund 6000 Neonazis registriert – ein Anstieg von etwa 1000 seit 2009. Das ist eine erschreckende Zahl.

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Die Gewaltausbrüche, die von Neonazis ausgehen, sind nicht neu. Seit den 1990er Jahren beobachten wir immer wieder Anschläge auf Asylbewerberwohnheime und Übergriffe auf Ausländer. Diese Szene hat eine beängstigende Gewaltbereitschaft, die nicht nur gegen Minderheiten, sondern auch gegen die eigene Gesellschaft gerichtet ist. Und was ist mit den Frauen in dieser Bewegung? Sie spielen eine strategische Rolle, unterwandern die demokratische Alltagskultur und sind in sozialen Berufen aktiv. Das wirkt fast wie ein perfides Spiel, das sich immer weiter entfaltet.

Ein Ausblick in die Zukunft

Was wird aus der Katharinenstraße? Wird sich die Situation für die Anwohner:innen entschärfen? Oder bleibt das Angst und Schrecken verbreitende Schauspiel das neue Normal? Die dunklen Wolken des Neonazismus hängen über uns, und es ist höchste Zeit, dass wir hinschauen und handeln. Denn wenn wir es nicht tun, wer dann?