Vom Flüchtling zum Wegbegleiter: Homayoon Pardis‘ inspirierende Reise
Homayoon Pardis, ein 40-jähriger Afghane, ist ein lebendiges Beispiel für das gelungene Ankommen und die Integration in Hamburg. Im Jahr 2016 floh er mit seiner Familie aus Afghanistan, ausgelöst durch Drohungen wegen seiner Tätigkeit für die „International Organization for Migration“ (IOM). Die Flucht ging über ein überfülltes Schlauchboot nach Deutschland, wo die Familie in einer Erstaufnahmeeinrichtung unter beengten Verhältnissen lebte. Doch anstatt sich von den Herausforderungen entmutigen zu lassen, zeigte Homayoon sofort Initiative und begann, anderen Geflüchteten zu helfen.
Homayoon unterstützte neue Ankömmlinge, indem er für Ärzte dolmetschte und so den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichterte. Trotz vieler Bewerbungen blieb der Erfolg aus; Vorstellungsgespräche blieben ihm verwehrt. Dies änderte sich, als er Anne Busch und Regina Fröhlich traf und sich an der Gründung von „MITmacher“ beteiligte. Diese Organisation vermittelt Ehrenämter an Geflüchtete, was besonders für viele Frauen eine wichtige Möglichkeit darstellt, sich zu integrieren und den Alltag in den Unterkünften zu gestalten.
Ehrenamtliche Chancen und Herausforderungen
Heute arbeitet Homayoon in Teilzeit als Teamleiter bei „MITmacher“, wo er die zahlreichen Bewerbungen für Ehrenämter sichtet und an sein Team verteilt. Die Nachfrage ist groß – mit rund 400 Einsatzstellen in Vereinen, Kitas, Kulturhäusern und sozialen Einrichtungen gibt es viel Bedarf. Die Warteliste für Interessierte ist lang, was zeigt, wie stark der Wunsch nach Integration ist.
Seine Familie lebt mittlerweile in Eilbek; seine Frau, die als Erzieherin arbeitet, engagiert sich ebenso ehrenamtlich. Zusammen teilen sie den Traum, dass ihre Töchter in Deutschland ein glückliches Leben führen. Homayoon selbst hat eine bewegende Autobiografie mit dem Titel „Papa, warum sind wir hier?“ veröffentlicht, in der er seine Erlebnisse während der Flucht beschreibt.
Unterstützung für Geflüchtete
Doch nicht nur die ehrenamtlichen Initiativen in Hamburg sind wichtig. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) engagiert sich bundesweit und bietet vielseitige Unterstützung für geflüchtete Menschen, darunter auch Angebote für die Integration von Neuankömmlingen, die in die Gesellschaft aufgenommen werden wollen. Neben der Bereitstellung von Unterbringung und Verpflegung kümmert sich das DRK ebenfalls um psychosoziale Hilfe und Kinderbetreuung. „Der DRK-Suchdienst“ hilft zudem, vermisste Angehörige zu finden und Familien wieder zu vereinen. So erhalten Geflüchtete auch Zugang zu wichtigen sozialen Dienstleistungen und Unterstützung bei Fragen zur Schulbildung und Wohnungssuche, was ihre Integration erheblich erleichtert.
Durch die finanzielle Unterstützung von Organisationen wie der Haspa wird „MITmacher“ weiterhin zur Schaffung von Chancen für Geflüchtete beitragen. Jährlich fließen über das Haspa LotterieSparen rund 2,3 Millionen Euro in gemeinnützige Einrichtungen in Hamburg, was diese wertvolle Arbeit mit weiteren Ressourcen stärkt. Homayoon Pardis und viele andere wie er zeigen, dass Integration funktioniert – wenn Engagement und Hilfe Hand in Hand gehen.
Für mehr Informationen über die Arbeit von „MITmacher“ und die Unterstützung durch das DRK besuchen Sie gerne die Mopo oder das DRK.
