In Bergedorf, einem Stadtteil von Hamburg, gibt es spannende Neuigkeiten zu vermelden! Die Stadt hat das ehemalige Karstadt-Gebäude am Sachsentor samt angrenzendem Grundstück erworben. Ja, richtig gehört! Das alte Kaufhaus, das seit 2021 leer steht – nach der Schließung der Hauptfiliale und der Sport-Karstadt-Filiale – wird nun Teil einer neuen Zukunft. Die unschönen Restbestände dieser Schließung, wie das abgerissene Gebäude, haben bei den Anwohnern für Unmut gesorgt. Wer kann es ihnen verdenken? Ein leerstehendes Gebäude ist wie ein Schatten, der über einem Ort schwebt.
Die Polizei hat das verbleibende Gebäude sogar als Übungsfläche genutzt – eine etwas skurrile Vorstellung, wenn man darüber nachdenkt. Aber jetzt, mit rund 4.200 Quadratmetern, hat die Stadt die Chance, die Bergedorfer Innenstadt aufzufrischen und neu zu beleben. Finanzsenator Andreas Dressel sprach von intensiven Verhandlungen, die zu diesem Kauf führten. Die Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann sieht den Kauf als wichtigen Zwischenschritt zur aktiven Steuerung der Entwicklung und zur Partnersuche.
Ein neues Gesicht für Bergedorf
Der Plan sieht vor, das Thalia-Haus abzureißen, um Platz für ein schickes 5-Sterne-Hotel mit Alsterblick, moderne Büros und Wohnungen zu schaffen. Das klingt doch nach einer aufregenden Transformation! Die Fertigstellung des neuen Projekts ist für 2028 geplant. Ein klarer Zeitrahmen, der den Bergedorfern hoffentlich neue Perspektiven eröffnet und das Zentrum belebt.
Die Schließung der Karstadt-Filiale am Bergedorfer Markt Ende Januar 2021 hat bereits eine Fläche von rund 2.000 m² für neue Entwicklungen freigegeben. Die Eigentümerin plant eine gemischt genutzte Bebauung mit Einzelhandels- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss sowie Wohnflächen in den oberen Geschossen. Das Ziel? Natürlich die Belebung und Stärkung des Bergedorfer Zentrums. Am 26. November 2020 wurde ein mehrstufiges Vorgehen zur Entwicklung beschlossen – ein kluger Schritt, um die Zukunft aktiv zu gestalten.
Architektur trifft Lebensqualität
Interessant wird’s auch, wenn man sich den Siegerentwurf des Büros Henrik Becker Architekt aus Hamburg anschaut, der am 30. November 2022 ausgewählt wurde. Zwei Baukörper, die sich an die Maßstäblichkeit des Ortes anpassen und neue Stadträume schaffen. Eine fußläufige Verbindung namens „Marktgasse“ zwischen dem Bergedorfer Markt und der Straße Hintern Graben ist ebenfalls geplant. Das klingt fast nach einer kleinen Stadt der Möglichkeiten, nicht wahr?
Die neuen Gebäude werden sowohl architektonisch als auch funktional an die Umgebung angepasst – da wird das östliche Baukörper, das „weiße Haus am Marktplatz“, mit seinen Proportionen und Materialitäten das Nachbarschaftsgefühl unterstützen. Das westliche Solitärgebäude wird sich mit einem klaren Klinkerdesign von der umliegenden Bebauung abheben. Man kann sich schon vorstellen, wie das alles aussehen wird!
Leerstand als Chance
Ein Blick auf die Situation in Deutschland zeigt, dass 2022 rund zwei Millionen Wohnungen nicht genutzt wurden – das sind 4,3 Prozent. Die Leerstandsquote variiert stark zwischen den Regionen. In strukturschwachen ländlichen Räumen sind spezielle Strategien erforderlich, um dem Leerstand zu begegnen. Das Management solcher Leerstände wird entscheidend für die Entwicklung der betroffenen Regionen sein. Die bloße Erfassung von Daten allein reicht nicht aus – jeder Leerstand braucht individuelle Maßnahmen. Es ist nötig, verschiedene Akteure zu aktivieren, um leerstehende Gebäude in Wohnraum umzuwandeln.
Das Projekt „Aktivierung von Wohnungsleerständen“ des Bundesministeriums könnte hier als Wissensspeicher dienen. Häufig wird übersehen, dass die Umwandlung von Leerstand in Wohnraum auch eine Chance für die Kommunen bietet. Die Bergedorfer haben mit der Neugestaltung ihrer Innenstadt die Möglichkeit, nicht nur ihre eigene Zukunft zu gestalten, sondern auch einen Beitrag zur Lösung eines größeren Problems zu leisten.
Bleibt nur zu hoffen, dass all diese Pläne nicht nur auf dem Papier bleiben, sondern auch Realität werden. Bergedorf hat das Potenzial, zu einem Ort voller Leben und neuer Möglichkeiten zu werden, und das ist doch eine aufregende Vorstellung für alle, die hier leben oder die Stadt besuchen!