In einer seltenen Einigkeit hat die Bezirksversammlung Bergedorf entschieden, die Zukunft der Wildtierstation in der Region zu sichern. Fast einstimmig stimmten alle Beteiligten den Vorschlägen zu, mit Ausnahme der FDP, die sich der Stimme enthielt. Der Antrag, der von der CDU und den Grünen eingebracht wurde, hat das Ziel, die Wildtierstation als städtische Auffangstation zu fördern. Dieser Schritt ist besonders bedeutsam, da die finanzielle Lage des Tierrettungsvereins „Looki“ sich in der letzten Zeit erheblich verschärft hat. In den letzten Monaten sind die Fördermittel rar geworden, wodurch die Existenz der Station zeitweise in Frage gestellt wurde. Die Bezirksversammlung hat einstimmig beschlossen, den Antrag nun an den Senat weiterzuleiten.

Der Zuständigkeitsbereich der Wildtierstation erstreckt sich über die Betreuung von rund 500 Tieren, darunter etwa 20 Waschbären, zwölf Nutrias, fünf Igel mit Handicap, 25 Kamerunschafe, zwei Ziegen und rund 60 Hühner. Viele dieser Tiere benötigen eine langfristige Versorgung, was die Herausforderung für die ehrenamtlichen Helfer in der Station weiter erhöht.

Ein starkes Team aus Freiwilligen

Die Wildtierstation wird von rund 52 ehrenamtlichen Helfern betrieben, die sich unermüdlich dafür einsetzen, das Wohl der Tiere zu sichern. Nur durch deren Engagement konnte die Arbeit der Station bis zum Jahresende aufrechterhalten werden – auch dank der medialen Aufmerksamkeit und der Spenden, die in dieser kritischen Phase eingingen. Trotz dieser Unterstützung bleibt die Situation angespannt und es sind weiterhin Mittel nötig, um den Betrieb langfristig zu gewährleisten.

Die Entscheidung über den Antrag wird nun in den Händen von Katharina Fegebank, der Zweiten Bürgermeisterin aus den Reihen der Grünen, liegen. Die Hoffnung ist groß, dass der Senat die Wichtigkeit der Wildtierstation erkennt und entsprechende Fördermaßnahmen einleitet, um diese wertvolle Einrichtung für die Tierwelt Hamburgs zu sichern.