Heute ist der 9.07.2026, und während die Sonne über Bergedorf aufgeht, brummt es bereits auf einer Großbaustelle in Hamburg. Hier wird kräftig geschuftet: Wärmeleitungen und Stromkabel finden ihren Platz in der Erde, während der Bodenaushub geschäftig transportiert wird. Doch der Diesel, der für den Betrieb der Maschinen notwendig ist, wird immer teurer. Grund dafür sind nicht nur die geopolitischen Spannungen, wie der US-Iran-Krieg, sondern auch die Kosten, die schlussendlich auf die Schultern der Steuerzahler und Kunden abgewälzt werden. Das ist ein wenig frustrierend, oder? Diese ständigen Preiserhöhungen scheinen einfach nicht aufzuhören.

Die Hamburger Umweltbehörde BUKEA hat momentan 55 Projekte am Laufen, die zusammen über 4 Milliarden Euro kosten. Das ist eine Menge Holz! Doch die Kosten sind um über 900 Millionen Euro gestiegen – das sind fast 29 Prozent! Besonders der Straßen- und Kanalbau hat es erwischt, und das alles wegen der Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg. Im Durchschnitt haben sich die Kosten für solche Bauarbeiten in den letzten fünf Jahren um 39,3 Prozent im Straßenbau und 35,6 Prozent im Kanalbau erhöht. Das sind Zahlen, die einem ganz schön den Atem rauben können!

Teure Energieinfrastruktur

Und auch im Bereich der Energieinfrastruktur, wo ein wasserstofftaugliches Gaskraftwerk entstehen soll, sieht es nicht besser aus: Die Kosten belaufen sich auf etwa 1 Milliarde Euro, was 80 Prozent über den ursprünglichen Planungen liegt. Wenn man sich bundesweite Projekte anschaut, liegen diese im Schnitt sogar 136 Prozent über den ursprünglichen Kosten. Das wirft natürlich die Frage auf, wie nachhaltig und effizient unsere Bauprojekte wirklich sind.

Ein weiteres Thema, das in der Stadt gerade für Aufregung sorgt, sind die massiven Kostensteigerungen bei der Recycling- und Müllverbrennungsanlage ZRE in Stellingen. Von ursprünglich 234 Millionen Euro sind wir nun bei über 534 Millionen Euro angekommen. Hier wurde Missmanagement und eine mangelhafte Projektsteuerung durch die nicht tagende Lenkungsgruppe festgestellt. Da hat die Umweltsenatorin zum Glück eine Neustrukturierung des Projekts durchgesetzt. Manchmal braucht es eben einen frischen Wind!

Der Blick auf die Baupreise

Im Hintergrund all dieser Entwicklungen stehen die steigenden Baupreise, die durch den Ukraine-Krieg, Lieferengpässe und die zunehmenden Energiekosten weiter angeheizt werden. 2022 stiegen die Preise für Bauleistungen um 16,4 Prozent und 2023 folgten weitere 6,5 Prozent. Um nur einen kleinen Einblick zu geben: Im Jahresdurchschnitt 2021 gab es einen Anstieg von 8,7 Prozent. Diese Preissteigerungen reflektieren eine Normalisierung auf dem deutschen Baumarkt und die verbesserte Marktstellung der Bauunternehmen. Irgendwie paradox, wenn man bedenkt, dass die Bauunternehmen dadurch nicht gezwungen sind, ertragsschwache Aufträge anzunehmen.

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Die Verbraucherpreise sind ebenfalls gestiegen und haben 2022 um 6,9 Prozent und 2023 um 5,9 Prozent zugelegt. Der Unterschied zwischen Bau- und Verbraucherpreisen wird zunehmend deutlicher. Diese Entwicklung zeigt, dass wir möglicherweise auf eine lange Zeit der Preissteigerungen im Bauwesen zusteuern – und das ist für viele ein Grund zur Sorge. Ab 2021 überstiegen die Preise für Bauleistungen erstmals die Verbraucherpreise, und das könnte noch lange so weitergehen.

Inzwischen haben über 5.000 Menschen eine Petition für ästhetische Bildung in der Oberstufe unterschrieben. Wenn das mal nicht ein Zeichen für das Engagement der Bürger ist! Währenddessen sind die Sommerferien für 271.000 Schüler in Hamburg gestartet – ein Grund zur Freude für viele. Und wo wir schon beim Feiern sind: Die Wohnungsgesellschaft Saga hat 2025 mit dem Bau von 1.115 neuen Wohnungen begonnen, was 300 mehr sind als ursprünglich geplant. So kann es weitergehen!