Die Hamburger Verkehrsteilnehmer müssen sich auf eine längere Wartezeit einstellen. Die Deutsche Bahn hat die Vollsperrung der Strecke vom Hamburger Hauptbahnhof über Dammtor nach Altona von ursprünglich vier auf nunmehr sechs Wochen verlängert. Diese Maßnahme wird voraussichtlich Ende kommender Woche in Kraft treten und hat weitreichende Auswirkungen auf den Zugverkehr im gesamten Norden.

Ursprünglich sah die Planung eine Sperrung von vier Wochen vor, doch wie NDR berichtet, sind nun Nacharbeiten nach dem Einheben der neuen Sternbrücke notwendig. Insbesondere müssen zusätzliche Masten und Fundamente für die Oberleitung über den Ferngleisen eingebaut werden, wodurch sich die Bauzeit verlängert. Für Anwohner bedeutet dies bis Ende August mehr Lärm und gegebenenfalls Umstände, da sie aufgrund des verlängerten Baulärms Ersatzwohnraum bereitgestellt bekommen.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Besonders hart trifft die Sperrung die Fahrgäste im Regional- und Fernverkehr. Viele Züge werden in Harburg, Bergedorf oder Elmshorn enden oder beginnen, was den gewohnten Reiseablauf erheblich stören wird. S-Bahn-Fahrgäste müssen sogar auch nach den Schulferien noch zwei Wochen auf die gewohnte Verbindung verzichten. Auch während der Hamburger Sommerferien wird es zu großen Änderungen im Bahnverkehr kommen; zahlreiche Fern- und Regionalzüge werden ausfallen oder von anderen Bahnhöfen abfahren. Außerdem wird die S-Bahn teilweise umgeleitet.

Die Straßenkreuzung Stesemannstraße/Max-Brauer-Allee wird jedoch wie geplant Anfang September wieder freigegeben. Hier sollen die Abläufe reibungslos verlaufen, und die Kreuzung wird zügig zur neuen Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee transportiert.

Modernisierung und Barrierefreiheit

Die langfristigen Ziele der DB InfraGO stehen nicht still. Bis zum Jahr 2025 soll ein flächendeckender barrierefreier Zugang zur Bahn realisiert werden. Aktuell sind bereits mehr als 88 % der Bahnsteige stufenfrei erreichbar, und über 93 % aller Reisenden profitieren von der Barrierefreiheit. Wie DB InfraGO berichtet, sollen bis dahin rund 160 Bahnsteige erneuert und ohne Hindernisse erschlossen werden, wobei der Schwerpunkt auf stark frequentierten Bahnhöfen liegt. Besonders erwähnenswert ist, dass seit 2020 mehr als 35.000 taktile Handlaufschilder an Treppen und Rampen nachgerüstet wurden, um sehbehinderten und blinden Reisenden den Zugang zu erleichtern.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Insgesamt ist die Herausforderung, alle niedrigen Bahnsteige auf die erforderliche Höhe zu bringen, ein Teil dieser umfassenden Modernisierung. Eine zeitgemäße Reiseerfahrung muss für alle Reisenden gewährleistet sein, und die Deutsche Bahn wird weiterhin ihre Bemühungen intensivieren, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Anwohner rund um die neue Sternbrücke haben zudem die Möglichkeit erhalten, Vorschläge zur Gestaltung des Umfelds der neuen Brücke an das Bezirksamt Altona zu richten. Hier wird die Beteiligung der Bürger ernst genommen, was zeigt, dass nicht nur der Verkehr, sondern auch das Umfeld im Fokus der Planung steht.