Heute ist der 8.07.2026 und in Bergedorf stehen spannende Entwicklungen an. Während die Stadtverwaltung auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Wohnquartier ist, das städtebauliche Identität ausstrahlt, hat die Planung auch die Herausforderung, sich sensibel auf die Umgebung zu beziehen. Ein wichtiges Augenmerk liegt dabei auf der Lärmbelastung am Reinbeker Redder. Die geplanten Vorschläge dazu werden von einem Gremium aus sechs ausgewählten Planungsteams erarbeitet, bestehend aus talentierten Architekt:innen und Landschaftsarchitekt:innen. Diese Teams wurden in enger Abstimmung zwischen der Eigentümerin, dem Oberbaudirektor und dem Bezirksamt Bergedorf ausgewählt.

Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Herzblut und Kreativität in die Planung eingeflossen sind. Schließlich soll die Baustruktur nicht nur stimmig, sondern auch abwechslungsreich gestaltet werden. Dabei ist es wichtig, Wohnangebote für verschiedene Zielgruppen zu schaffen. Öffentlich geförderter Wohnungsbau wird in integrierten Lagen auf der gesamten Fläche vorgesehen – ein Schritt in die richtige Richtung, um Vielfalt zu fördern. Das Auswahlgremium, unter dem Vorsitz von Jürgen Böge, hat am 30. Juni 2014 getagt und die ausgezeichneten Entwürfe gekürt.

Die besten Entwürfe

Die drei besten Entwürfe stammen alle aus Hamburg, was die lokale Expertise unterstreicht. Den ersten Preis gewann das Team von ppp petersen pörksen partner architekten und stadtplaner bda in Zusammenarbeit mit schoppe + partner freiraumplanung. Der zweite Platz ging an APB Architekten und Stadtplaner gemeinsam mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten. Und auf dem dritten Platz fanden sich gleich zwei Entwürfe: einer von Düsterhöft Architektur und Stadtplanung mit Cappel und Kranzhoff Stadtentwicklung sowie schaper + steffen + runtsch Garten- und Landschaftsarchitekten und der andere von WRS Architekten und Stadtplaner GmbH mit Lichtenstein Landschaftsarchitekten. Diese kreativen Köpfe haben zwischen April und Mai 2014 an ihrer Vision gearbeitet und das Ergebnis am 1. Oktober 2014 im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

Doch was bedeutet das alles für die zukünftigen Bewohner? Nun, die Lärmbelästigung ist ein entscheidender Faktor. Laut dem Umweltbundesamt empfinden 67 Prozent der Deutschen Straßenverkehr als störend, gefolgt von 38 Prozent, die Fluglärm als unangenehm empfinden. Und die Nachbarn? Die machen auch einen ordentlichen Lärm – 58 Prozent berichten von Beeinträchtigungen durch Geräusche aus der Nachbarschaft. Das zeigt, wie wichtig es ist, diese Aspekte bei der Stadtplanung zu berücksichtigen. Es geht nicht nur um schöne Gebäude, sondern auch um ein angenehmes Lebensumfeld.

Das Ausmaß der Lärmbelästigung hängt nicht nur von der physikalischen Geräuschbelastung ab, sondern auch von der Einstellung der Menschen zur Geräuschquelle und anderen nicht-akustischen Faktoren. Daher ist es umso wichtiger, dass die Planer durchdachte Maßnahmen zur Lärmvorsorge und zum Lärmschutz entwickeln. Immerhin waren im Jahr 2024 rund 41 Prozent der Bevölkerung gleichzeitig von verschiedenen Lärmquellen betroffen. Ein Zustand, der dringend verbessert werden sollte.

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Es bleibt abzuwarten, wie die finalen Entwürfe in der Realität aussehen werden und ob sie den Bedürfnissen der zukünftigen Bewohner gerecht werden. Die Mischung aus urbanem Leben und einem Rückzugsort, der dennoch die Geräuschkulisse der Stadt im Griff hat, ist eine Herausforderung, die die Architekt:innen mit Bravour meistern wollen. Doch die Zeit wird zeigen, ob sie das auch können!