Café-Kette schließt Filialen in Hamburg: Einbrüche und hohe Kosten!
Ein liebgewonnenes Stück Kaffeekultur in Hamburg muss Abschied nehmen. Die dänische Café-Kette Copenhagen Coffee Lab schließt zwei ihrer Filialen in der Hansestadt. Betroffen sind die Standorte in der Bahrenfelder Straße in Ottensen und in der Poolstraße in der Neustadt. Der Hauptgrund für diese Schließung sind die schwache Wirtschaftlichkeit und anhaltende Verluste, wie die Marken- und Produktmanagerin Julie Skallebæk offenbart.
Die beiden Cafés mussten in den letzten Jahren immer wieder mit Herausforderungen kämpfen, darunter deutlich steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Mieten, sowie einer allgemein zurückhaltenden Konsumstimmung. Ihre Schließung markiert einen weiteren Rückschlag für die Gastronomielandschaft Hamburgs, die bereits durch eine Reihe von Insolvenzen und Standortschließungen geprägt ist.
Hintergründe der Schließung
Insgesamt betrug der Jahresfehlbetrag der Copenhagen Coffee Lab Hamburg GmbH für das Jahr 2024 rund 1,2 Millionen Euro. Die Überlegung, die Preise zu erhöhen, wurde nicht in die Tat umgesetzt, um die Kunden nicht abzuschrecken. Gleichzeitig leideten die Cafés unter einem besorgniserregenden Anstieg an Kriminalität: Besonders häufig kam es zu Einbrüchen, jetzt fragt sich die Unternehmensleitung, wie es möglich ist, dass die Kriminalität in Deutschland in einem solchen Ausmaß zunimmt.
Diese Nachricht trifft nicht nur die Kaffeeliebhaber in Hamburg, sondern schlägt auch große Wellen in der gesamten Branche. Der deutsche Kaffeemarkt wird zwar auf bis zu 8 Milliarden Euro bis 2031 geschätzt, allerdings zeigen die Schließungen von beliebten Cafés wie dem Copenhagen Coffee Lab, wie hart der Wettbewerb um lukrative Standorte ist.
Eine weitere bemerkenswerte Schließung
Ebenfalls Thema in Hamburg ist die überraschende Insolvenz der Kaffeerösterei Torrefaktum, die über 17 Jahre hinweg als eine der besten Adressen für Feinschmecker-Kaffee galt. Inhaber Gerhard-Joachim von Plotho kämpfte bis zuletzt um eine Rettung, doch die Rückzahlung von Corona-Hilfen in Höhe von fast 200.000 Euro zwang ihn zur Insolvenz-Anmeldung. Mehr als 20 Mitarbeiter stehen nun ohne Job da.
Der Standort hat nicht nur durch hohe Mieten und steigende Kaffeepreise gelitten, sondern auch die Suche nach einem Käufer blieb erfolglos. Diese Kombination aus finanziellen Problemen hat das Aus für die einmal so gefeierte Rösterei besiegelt.
In beiden Fällen wird deutlich, wie anfällig die Branche ist und welche Herausforderungen selbst etablierte Namen zu meistern haben. Angesichts der jüngsten Entwicklungen bleibt abzuwarten, welche nächsten Schritte in der Hamburger Kaffeekultur gezwungen werden zu gehen.
