In Ottensen gibt es einen Verein, der sich wacker schlägt. Der SV Ottensen, mit stolzen 480 Mitgliedern, wünscht sich dringend bauliche Verbesserungen an seiner Sportanlage am Föhrenweg. Aber ganz ehrlich, da gibt’s ein großes Problem: nur zwei Umkleidekabinen und eine Gemeinschaftsdusche für all die aktiven Sportler? Das ist, gelinde gesagt, etwas bescheiden. Und es kommt noch schlimmer – die Planungssicherheit ist gleich null. Ein unbefristeter Pachtvertrag bremst die Entwicklung des Vereins massiv aus.

Seit den 1970er Jahren wird der Pachtvertrag jährlich verlängert, was bedeutet, dass der Verein für Fördermittel und öffentliche Zuschüsse auf einen Vertrag mit mindestens zehn Jahren Laufzeit angewiesen ist. Der Vereinsvorsitzende Stephan Griebel sagt es ganz klar: Ohne Planungssicherheit können keine Investitionen getätigt werden. Mehrere Schreiben an die Stadt Buxtehude? Blieben einfach unbeantwortet. Das ist frustrierend, vor allem, wenn man bedenkt, dass Griebel sich schon 2022 an Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt wandte. Ein Jahr später gab es zwar ein Gespräch, aber eine Lösung? Fehlanzeige. Weitere Schreiben für 2024 und 2025 sind ebenfalls im Nichts verschwunden.

Politisches Engagement und gesellschaftliche Bedeutung

Die Stadt Buxtehude hält sich alle Optionen für die zukünftige Nutzung des Geländes offen, was Griebel als Grund für den Stillstand sieht. Es gibt laufende Planungen im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und den Masterplan Grundschule. Das macht die Sache nicht einfacher. Doch die Vereinsvertreter geben nicht auf – sie engagieren sich politisch und haben sogar den CDU-Ortsverbänden Nord und Süd beigetreten. Und Griebel kandidiert für die BBG/FWG, ist Sprecher der Buxtehuder Sportvereine im Schul- und Sportausschuss. Da ist jede Stimme wichtig!

Der Verein hebt nicht nur seinen sportlichen Wert hervor, auch die gesellschaftliche Bedeutung ist enorm. Rund 180 zusätzliche Kinder spielen dank der Kooperation mit dem Buxtehuder SV Fußball, was die Gesamtzahl auf etwa 600 aktive Sportler hebt. Das Angebot umfasst nicht nur 15 Jugend- und acht Erwachsenenmannschaften, sondern auch eine Lebenshilfe-Mannschaft, eine Jedermann-Mannschaft und eine Walking-Football-Gruppe. Es ist einfach beeindruckend, wie viel Gemeinschaft und Engagement in diesem kleinen Verein steckt!

Die Infrastruktur stößt an ihre Grenzen

Doch die Infrastruktur stößt an ihre Grenzen. Umkleiden können nicht nach Geschlechtern getrennt werden – das ist nicht nur unpraktisch, sondern auch ein bisschen peinlich. Die Vereinsvertreter fordern mehr Wertschätzung für das Ehrenamt und kritisieren den Stillstand bei der Pachtvertragsdiskussion. Es ist wichtig, dass solche Anliegen Gehör finden, denn die soziale Arbeit des Vereins vermittelt Werte, die weit über den Sport hinausgehen. Das Engagement für die Jugend, die Gemeinschaft und das Ehrenamt ist essenziell.

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Ein Blick über die Grenzen Brandenburgs zeigt, dass auch in anderen Bundesländern ähnliche Probleme existieren. In Rheinland-Pfalz beispielsweise sorgt das Sportförderungsgesetz dafür, dass Sportvereine die kommunalen Sportstätten kostenfrei nutzen können. Doch viele Kommunen verpachten diese Sportstätten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten an die Vereine. Dabei sind sich viele Vereine nicht einmal der rechtlichen Konsequenzen eines Pachtvertrages bewusst. Das ist ein schwieriger Balanceakt. Es gibt zwar Musterpachtverträge, die juristisch geprüft sind, aber die Unsicherheiten bleiben.

Hallenbäder und die Herausforderung der Sanierung

In Brandenburg selbst gibt es 42 Hallenbäder, die für die sportliche Betätigung wichtig sind. Diese Hallenbäder sind oft mit Rutschen, Saunaanlagen und gastronomischen Angeboten ausgestattet. Doch viele dieser Einrichtungen sind energetisch hochintensiv. Ein neues Förderprogramm, das im Oktober 2023 gestartet wurde, zielt darauf ab, die energetische Sanierung der Hallenbäder in kommunaler Trägerschaft voranzutreiben. Ziel ist es, den Primärenergiebedarf und die Treibhausgasemissionen zu senken, um die Klimaziele zu erreichen. Das ist eine spannende Entwicklung, die auch für die Sportvereine von Bedeutung sein könnte.

Die Herausforderungen für die Sportvereine sind vielschichtig, und während der SV Ottensen auf eine Antwort von der Stadt wartet, bleibt die Hoffnung auf positive Entwicklungen. Denn letztendlich geht es um mehr als nur um Sport – es geht um Gemeinschaft, um Werte und um die Zukunft der nächsten Generation.