In Hamburg-Altona hat eine Jury aus Landschaftsarchitekt*innen, Oberbaudirektor und Mitgliedern der Bezirksversammlung einen bedeutenden Wettbewerb entschieden: Der Entwurf von LRW Architektur und MERA Landschaftsarchitektur wird das neue Wohnquartier Osdorf gestalten. Das geplante Areal erstreckt sich zwischen Rugenbarg und Blomkamp und soll etwa 400 bezahlbare Mietwohnungen für Bundesbedienstete sowie eine Kindertagesstätte umfassen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Erhaltung von vier Bestandsgebäuden, die geschickt um einen zentralen Hof gruppiert werden, ergänzt durch drei neue Hofnachbarschaften.

Die Höfe sind nicht nur optische Highlights, sondern sollen auch als gemeinschaftliche Mitte fungieren und gleichzeitig Lärmschutz von der Straße Rugenbarg bieten. Ein durchdachtes Konzept für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung wird in den Höfen umgesetzt, um das Mikroklima zu verbessern. Jeder Hof wird mit Entwässerungsmulden ausgestattet, die das Regenwasser versickern lassen. Damit fügt sich der Entwurf harmonisch in die Umgebung ein und bewahrt den parkartigen Charakter des Geländes.

Nachhaltige Mobilität und Nachbarschaftsleben

Ein zentrales Merkmal des Entwurfs ist die Nord-Süd-Achse, die nicht nur den Fuß- und Radverkehr fördert, sondern auch nachbarschaftliche Begegnungen anregen soll. Um den Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden, sind zudem zwei Tiefgaragen an den Quartiersrändern für Kfz- und Fahrradstellplätze vorgesehen. Dr. Sebastian Kloth, der Bezirksamtsleiter Altona, hebt die Bedeutung des Wettbewerbsabschlusses für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum hervor. Birgit Franke von der BImA hebt hervor, wie wichtig dieses Projekt für das bezahlbare Bauen und Wohnen ist.

Die Fortschritte dieses Projekts sind Teil der Wohnraumoffensive der BImA, bei der die Wohnungen vorrangig an Bundesbeschäftigte vergeben werden. Die Entwicklung des Wohnquartiers erfolgt auf Flächen im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg, von denen ein Teil zuvor militärisch genutzt wurde. Ein neuer Erbbaurechtsvertrag für die Wohnnutzung mit der BImA ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen.

Öffentliche Vorstellung und Ausblick

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden vom 27. April bis 7. Mai im Bürgerhaus Bornheide ausgestellt. Am 6. Mai wird das Ergebnis im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksversammlung Altona öffentlich vorgestellt. Darüber hinaus hat die Bürgerschaft bereits der Verlängerung des Erbbaurechts für den militärisch genutzten Teil der Kaserne bis 2136 zugestimmt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um nicht nur Wohnraum zu schaffen, sondern auch das soziale Miteinander in Altona zu fördern.

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In der heutigen Zeit, in der der Wohnungsmarkt in vielen Städten angespannt ist, bieten solche Projekte Hoffnung und Perspektiven für die Zukunft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt Altona und der BImA zeigt, dass kommunale und staatliche Einrichtungen gemeinsam an Lösungen arbeiten können, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht werden. Hamburg kann sich freuen auf ein weiteres Stück Lebensqualität in einem neuen, lebendigen Stadtquartier.