Die Olympischen Spiele stehen vor der Tür – zumindest für Hamburg. Am Sonntag, dem 31. Mai 2026, sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, über die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 abzustimmen. Die Vorfreude ist spürbar, denn bis Freitag haben bereits 41,8 Prozent der wahlberechtigten Hamburger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, wie NDR berichtet. Diese hohe Beteiligung zeigt das Interesse der Bevölkerung an der Zukunft des Sports in Hamburg.
Immerhin, die Hansestadt hat nach dem gescheiterten Referendum im Jahr 2015 erneut einen Versuch gestartet, sich als deutscher Kandidat zu positionieren. Die bunte Allianz aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur unterstützt das Vorhaben des rot-grünen Senats, der entschlossen einen neuen Anlauf wagt. Damit das Referendum als erfolgreich gilt, müssen mehr Stimmen für „Ja“ als für „Nein“ abgegeben werden und mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten teilnehmen – das sind mindestens 262.609 Stimmen, die für die Bewerbung notwendig sind.
Details zur Abstimmung
Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren haben die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Die Abstimmung erfolgt im klassischen Stil: Einfach „Ja“ oder „Nein“ zur Bewerbung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) auf den Wahlzetteln ankreuzen. Die Abstimmungsunterlagen wurden ab dem 22. April 2026 verschickt, und die Frist für die Briefwahl endete bereits am 27. Mai.
Am Sonntag selbst können die Wählerinnen und Wähler zwischen 8 und 18 Uhr in insgesamt 178 Abstimmungsstätten ihre Stimme abgeben. Wer sich für die Veröffentlichung der Ergebnisse interessiert, kann diese ab 18 Uhr auf dem Portal „Wahlen in Hamburg“ verfolgen. Erste Auszählungen werden bereits gegen 18:30 Uhr vom Statistikamt Nord präsentiert. Zunächst werden die ausgezählten Stimmen veröffentlicht, das amtliche Endergebnis steht spätestens am 25. Juni 2026 fest, und am 26. September wird die Entscheidung über den nationalen Kandidaten in Baden-Baden getroffen.
Warum es diesmal klappen könnte
Die Diskussion über die Bewerbung ist intensiv, und auch die Kosten des Referendums belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro – nicht gerade ein Schnäppchen, aber die Unterstützung und das Engagement der Bürger sprechen für sich. Im Vergleich zum Referendum von 2015, wo 51,6 Prozent gegen eine Bewerbung waren, könnte das Klima diesmal günstiger sein. Die Stadt hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und setzt auf eine breitere Basis an Unterstützung.
Eine spannende Wahlsituation, in der sich die Hamburger vor einer entscheidenden Frage wiederfinden: Ist die Idee, die Spiele in die Stadt zu bringen, hoch im Kurs oder wird das „Nein“ erneut zum Verhängnis? Eins steht fest: Am Sonntag gibt es eine Menge zu entscheiden – und die Augen der Sportwelt werden nach Hamburg gerichtet sein.
Für alle, die die Geschehnisse rund um die Abstimmung mitverfolgen möchten, hält NDR die Berichterstattung aktuell, so dass niemand in der aufregenden Zeit einen Schritt zurückbleiben muss.
In dieser unsicheren, aber aufregenden Zeit hoffen die Hamburger, dass diesmal alles zum Besten gereicht. Die Entscheidung liegt nun in den Händen der Wähler!