Im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd, genauer gesagt im Komponistenviertel, wird die Fahrradinfrastruktur neu gestaltet. Während die Straßen von Weidestraße bis zur Hamburger Straße dicht bebaut sind, haben Radfahrer:innen dort oft das Nachsehen. Immer mehr Fahrradfahrer plagen sich mit dem dauerhaften Mangel an Abstellmöglichkeiten, weshalb das Bezirksamt Hamburg-Nord ein umfassendes Fahrradparkkonzept auf die Beine gestellt hat. Laut hamburg.de stehen im Planungsgebiet insgesamt 34 neue Standorte für Fahrradbügel bereit, die bald realisiert werden.
Die aktuell schwierige Parksituation zeigt sich besonders im nordwestlichen Bereich des Komponistenviertels, wo es kaum Abstellmöglichkeiten auf Privatgrund gibt und Fahrräder oft an Zäunen, Verkehrszeichen oder Straßenlaternen angekettet werden. Solche Praktiken verengen die Gehwege, die oftmals nicht einmal die Mindestbreite von 1,80 Metern erreichen. Hier fordert die Situation dringend Handlungsbedarf, so abendblatt.de.
Neues Fahrradparkkonzept in Barmbek-Süd
Im Rahmen des neuen Konzeptes sollen bis zu 495 Fahrrad-Anlehnbügel für fast 1.000 Fahrräder geschaffen werden. Bereits im Jahr 2017 wurde ein erstes Fahrradparkkonzept für das Gebiet entwickelt, das nun aktualisiert wird. In den letzten Monaten wurden Begehungen durchgeführt, um den Status quo der Radabstellmöglichkeiten zu dokumentieren und den Bedarf zu ermitteln. Hierbei wurde auch festgestellt, dass das Ungleichgewicht zwischen Kfz-Parkplätzen und Fahrrädern in der Gegend behoben werden muss. Kfz-Parkstände werden abgebaut, um Platz für Radfahrer:innen zu schaffen. Auch Schrotträder, die die Abstellanlagen blockieren, werden entfernt.
Das neue Konzept sieht nicht nur einfache Nachverdichtungen vor, sondern auch komplexere Umgestaltungen der Verkehrsflächen. So kommen nicht nur neue Fahrradbügel hinzu, sondern auch breitere Gehwege, neue Querungsmöglichkeiten und sogar Sitzbänke werden in die Planung einfließen. Das Ziel? Den öffentlichen Raum werbefreundlicher, barrierefreier und vor allem auch lebenswert zu gestalten – ein Schritt in Richtung Mobilitätswende.
Ausblick auf die kommenden Veränderungen
Die Maßnahmen, die durch das Bündnis für den Rad- und Fußverkehr finanziert werden, sollen in naher Zukunft das Stadtbild von Barmbek-Süd nachhaltig prägen. Geplant sind unter anderem Fahrradkleingaragen, die zwischen vier und fünf Stellplätze bieten. Mögliche Standorte für diese Garagen sind die Mozartstraße, Schumannstraße und die Straße Imstedt. Als besonders wichtig haben die Planer bereits die Humboldtstraße, Herderstraße und die Bachstraße identifiziert.
Im Optimalfall könnte noch in diesem Jahr mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden, wobei der genaue Bauzeitpunkt momentan noch nicht feststeht. Eines ist jedoch klar: Es geht voran für die Fahrradfahrer:innen im Komponistenviertel. Und das ist eine gute Nachricht – denn der Trend hin zum Fahrradfahren darf nicht nur in den Köpfen, sondern auch auf den Straßen sichtbar werden.
Für weitere Informationen können interessierte Bürger:innen das Bezirksamt unter mobilitaet@hamburg-nord.hamburg.de kontaktieren.