Es ist ein trauriger Tag für alle Liebhaber der asiatischen Küche in Eimsbüttel. Nach neun Jahren schließt das beliebte Dumpling-Restaurant „SomeDimSum“ an der Weidenallee seine Türen. Küchenchef Benjamin Heine, der im Juli 2017 den Traum von seinem eigenen Restaurant verwirklichte, hat diesen Schritt als wehmütig und erleichtert beschrieben. Die Entscheidung fällt ihm nicht leicht, doch die Herausforderungen der Selbständigkeit in der Gastronomie, gepaart mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten seit der Corona-Pandemie, haben ihn zu diesem Schritt bewegt.
Heine hat in den letzten Jahren viel erreicht. Seit 2019 betrieb er seine eigene Dumpling-Produktion und belieferte Gastronomiebetriebe, Hotels und auch Privatkunden deutschlandweit. „SomeDimSum“ wurde mehr als nur ein Restaurant; es entwickelte sich zu einer umfassenden Marke, die nicht nur Dumplings, sondern auch handgemachte chinesische Nudeln anbot. Und die Workshops? Die waren ein Hit! Die Leute standen Schlange, um zu lernen, ihre eigenen Dumplings zu machen. Ein echter Genuss, den man nicht einfach so aufgeben kann.
Ein Abschied mit Geschmack
Bis zum letzten Öffnungstag am 14. Juli wird das Restaurant weiterhin regulär öffnen. Die letzten Wochen stehen im Zeichen von „Best-Of-Gerichten“ – eine köstliche Rückschau auf die Höhepunkte der letzten zehn Jahre. Wer die Workshops immer schon einmal ausprobieren wollte, hat jetzt die Gelegenheit, denn die Termine sind bis Mitte Juli bereits ausgebucht. Aber keine Sorge, die gefrorenen Dumplings aus dem Onlineshop sind weiterhin erhältlich. Man kann sie bequem bestellen, abholen oder bei größeren Bestellungen liefern lassen. Ein kleiner Trost für alle, die die köstlichen Kreationen vermissen werden.
Heine selbst denkt noch darüber nach, was die Zukunft für ihn bereithält. Wien, Australien oder vielleicht sogar Asien stehen zur Debatte. Es ist spannend, was er als Nächstes plant! Ein Nachfolger für den Standort steht bereits fest, was Hoffnung auf eine neue Ära in der Weidenallee gibt. Die Gastronomiebranche ist unberechenbar, und Veränderungen sind an der Tagesordnung. Doch der Abschied von „SomeDimSum“ wird sicher nicht leicht fallen – für die Kunden und für Heine selbst.
In einer Zeit, in der die Gastronomie mit steigenden Einkaufspreisen und einem sich verändernden Ausgehverhalten kämpft, ist es wichtig, die kleinen Oasen des Geschmacks zu schätzen. „SomeDimSum“ war nicht nur ein Ort, um zu essen; es war ein Treffpunkt, eine Gemeinschaft, ein Stück Heimat für viele. Und auch wenn das Restaurant schließt, bleibt der Geschmack der köstlichen Dumplings in der Erinnerung. Vielleicht ist das der wahre Zauber der Gastronomie – die Menschen und die Geschichten, die sie verbindet.