Die Hansestadt Hamburg hat sich ambitionierte Klimaziele gesteckt, und das nicht ohne Grund. Der Klimawandel macht auch hierzulande nicht Halt und zeigt sich in Form heißer Sommer, milder Winter und gefühlter Extremwetterereignisse, wie Starkregen. Der Hamburger Klimaplan, der auf dem Hamburgischen Klimaschutzgesetz basiert, wurde erstmals 2015 beschlossen und seitdem bereits zweimal fortgeschrieben. Das Hauptziel liegt auf der Hand: bis 2040 klimaneutral zu sein, was im Rahmen des „Hamburger Zukunftsentscheids“ am 12. Oktober 2025 festgelegt wurde. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 70 % verglichen mit dem Basisjahr 1990 gesenkt werden, und dieses Ziel bleibt unverändert, wie moinzukunft.hamburg informiert.
Um diese ehrgeizigen Pläne umzusetzen, wurde im Bezirk Eimsbüttel 2020 ein Klimaschutzmanagement etabliert. Seither sind mehr als 60 Maßnahmen im integrierten Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht worden. Zu den übergeordneten Zielen zählt die Verankerung des Klimaschutzes in den Strukturen des Bezirksamtes. Auch das eigene Handeln der Verwaltung ist gefragt, sei es durch die klimaschonende Gestaltung der eigenen Gebäude oder durch die Schulung der Mitarbeitenden. Es ist kein Geheimnis: Das Bezirksamt Eimsbüttel will nicht nur Reden schwingen, sondern handeln. Die Entwicklung von Klimastandards und Maßnahmen zur Klimaanpassung stehen dabei ebenfalls auf der Agenda, ebenso wie der Ausbau von Radwegen und eine umfassende Mobilitätsstrategie.
Strategische Maßnahmen für die Zukunft
Im Rahmen der Personal- und Öffentlichkeitsarbeit sind Netzwerk und Kommunikation von großer Bedeutung. Die aktivierende Vernetzung externen Akteure, wie Vereinen und Stadtteilbeiräten, spielt eine Schlüsselrolle. Die Maßnahmen wurden 2022 begonnen und alle Dezernenten haben 2023 ein „Commitment für die Zusammenarbeit für Klimaschutz“ unterzeichnet. Auf diese Weise möchte man sicherstellen, dass alle Aktionen bis 2025 in der Umsetzung sind. Der Bund sowie die Klimaplanmittel der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützen diese Vorhaben, sodass die Rahmenbedingungen stimmen.
Die drängende Frage bleibt, wie Hamburg die allgemeine Wärmewende schaffen will. Derzeit wird ein erheblicher Teil des Wärmebedarfs durch fossile Energieträger gedeckt, doch der Umbau zu erneuerbaren Energien ist das erklärte Ziel. Bis 2040 sollen über 55 % des Wärmebedarfs durch Wärmenetze gedeckt werden, die zudem noch dekarbonisiert werden. Das größte Wärmenetz, das Stadtnetz Hamburg, strebt sogar an, bis 2030 kohlefrei zu sein. In diesem Zusammenhang sollten auch bessere Dämmtechniken und moderne Gebäudetechnik in den Fokus rücken.
Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Die Herausforderungen sind groß, doch die Stadt Hamburg zeigt mit ihrem Klimaschutzgesetz und den Maßnahmen im Klimaplan klare Kante. Auch das Bundesverfassungsgericht hat jüngst die Dringlichkeit der Thematik erkannt und ein verschärftes Ziel für Treibhausgasminderungen definiert. Bis 2030 sollen mindestens 65 % der Emissionen im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Hier stellen die Hamburger Bürgerinnen und Bürger eine unverzichtbare Größe dar, nicht nur um die festgelegten Ziele zu erreichen, sondern auch um eine nachhaltige Bewusstseinsbildung zu fördern.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Hamburg packt an, wenn es um den Klimaschutz geht. Es bleibt zu hoffen, dass die vielfältigen und gut durchdachten Maßnahmen der Stadt in der breiten Bevölkerung auf Wohlwollen stoßen und ihre Wirkung entfalten können – für die Umwelt und die Lebensqualität aller Hamburger.