St. Pauli auf der Transferbremse: Wartet der Verein auf den großen Wurf?
Heute ist der 14.07.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Geschehnisse beim FC St. Pauli. Der Verein zeigt sich auf dem Transfermarkt derzeit eher zurückhaltend, geradezu stoisch, was für die Fans und Beobachter schon etwas überraschend ist. Vor dem Start der Zweiten Bundesliga am 9. August gegen die SpVgg Greuther Fürth bleibt die Frage, ob dieser vorsichtige Kurs die richtige Strategie ist. Nur ein anderer Zweitligist, Hertha BSC, hat weniger Transfers getätigt – und zwar gleich null Zugänge! Das Transferfenster schließt am 1. September, also bleibt noch etwas Zeit, um eventuell neue Gesichter ins Team zu holen.
Bisher hat St. Pauli drei Neuzugänge verpflichtet: Sam Klein, Branimir Hrgota und Marcus Mathisen. Auf der anderen Seite haben fünf Spieler den Verein verlassen: Hauke Wahl, Danel Sinani, Fin Stevens, Nikola Vasilj und Karol Mets. Besonders hervorzuheben ist der Verkauf von Hauke Wahl an den VfL Wolfsburg, der dem Verein Einnahmen von 1,8 Millionen Euro beschert hat. Es ist ein bisschen skurril, dass die weiteren Transfers ohne Ablösesummen stattfanden – das hat schon fast etwas von einem Schnäppchenmarkt.
Transferbilanz im Detail
Die Transferbilanz des FC St. Pauli sieht auf den ersten Blick recht positiv aus. Einnahmen von 1,80 Millionen Euro stehen Ausgaben von null Euro gegenüber, was eine Gesamtbilanz von +1,80 Millionen Euro ergibt. Das klingt ja fast nach einem wirtschaftlichen Meisterstück, wenngleich die Fans sich vielleicht ein bisschen mehr Action auf dem Transfermarkt wünschen würden. Die Ungewissheit um Eric Smith und die Zukunft von Jackson Irvine sowie Joel Chima Fujita sorgt für zusätzliche Spannung.
Um den Kader zu vervollständigen, sucht der Klub zudem nach einem dritten Torwart. Da hat man das Gefühl, dass die Verantwortlichen noch nicht ganz zufrieden sind – vielleicht ist der ein oder andere Neuzugang doch noch in der Pipeline. Wie sich die Situation entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die Vorfreude auf den Saisonstart ist jedenfalls spürbar, auch wenn der Kader noch etwas in der Schwebe ist.
Marktwerte und Vergleich
<pEin Blick auf die Marktwerte zeigt, dass der FC St. Pauli mit einem Wert von 47,93 Millionen Euro der zweitwertvollste Kader der Liga ist. Zum Vergleich: Der VfL Wolfsburg hat mit 198,85 Millionen Euro einen Marktwert, der weit über dem der anderen Zweitligisten liegt. Um das ins rechte Licht zu rücken, der FC Energie Cottbus hat lediglich einen Marktwert von 8,2 Millionen Euro – das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Es ist also klar, dass St. Pauli in einer ganz anderen Liga spielt, auch wenn die Transfers momentan etwas schleppend vorangehen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Geduld des Vereins auszahlt oder ob die Fans doch noch größere Verstärkungen auf dem Transfermarkt erwarten dürfen. Die Spannung steigt, und die Zeit tickt – der Saisonstart steht vor der Tür!
