Heute ist der 17.05.2026 und der FC St. Pauli hat es nicht leicht. Der Abstieg in die 2. Liga sitzt tief, das weiß auch Oke Göttlich, Präsident des Vereins. In einem offenen Gespräch im NDR-Radio und im „Hamburg Journal“ hat er seine Traurigkeit über den Rückschlag geäußert, aber gleichzeitig einen klaren Blick nach vorne geworfen. „Es schmerzt, aber wir müssen weitermachen“, sagt er, und das spürt man. Besonders bedauert er den Abstieg für die treuen Fans und die engagierten Mitarbeitenden des Klubs, die den Verein durch dick und dünn begleiten.
Doch der FC St. Pauli ist nicht am Boden zerstört. Göttlich betont die Stabilität des Klubs und die bereits ergriffenen Maßnahmen zur Planung der nächsten Schritte. Videokonferenzen haben stattgefunden, um die Weichen zu stellen. Und auch Trainer Alexander Blessin kann aufatmen: Er bleibt an Bord. „Wir haben die Handlungsfähigkeit, alle Schlüsselspieler stehen unter Vertrag“, sagt Göttlich, und das gibt Hoffnung.
Ein Blick in die Zukunft
Die Planung ist bereits in vollem Gange. Der Verein möchte sich für die 2. Liga wappnen und gezielt Spieler suchen, die ins System passen. Göttlich gibt zu, dass er keine 15 Jahre warten möchte, um wieder in der 1. Liga zu spielen. „Die letzten zwei Jahre waren eine wunderbare Reise“, reflektiert er, und man kann förmlich die Leidenschaft spüren, die in seinen Worten mitschwingt. Unterstützung kam sogar von internationalen Fußballgrößen, wie der Präsidentin des norwegischen Fußballverbands und dem Präsidenten der spanischen Liga, die ihre Solidarität mit dem FC St. Pauli bekundet haben.
Die wirtschaftliche Lücke ist allerdings ein ernstes Thema. Göttlich räumt ein, dass der Klub auf allen Ebenen 105 Prozent geben muss, um erfolgreich zu sein. Ein harter Weg, aber der Präsident ist fest entschlossen, gemeinsam mit seinem Team und den Fans alles zu geben.
Gemeinschaft und Teilhabe
Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig Gemeinschaft ist. Am ersten Mai-Wochenende hatte die Inklusionsgruppe „Alle zusammen – Voran 03!“ aus Babelsberg den Fanladen St. Pauli und den FC St. Pauli besucht. Jan, ein engagierter Fan und Rollstuhlfahrer, hatte die Reise organisiert. Es war ein Zeichen echter Teilhabe und Mitgestaltung, das in dieser Zeit besonders schön zu sehen ist. Fans, die sich für ihre Gemeinschaft einsetzen – das ist es, was den FC St. Pauli ausmacht.
Inmitten all dieser Herausforderungen bleibt die Hoffnung auf eine positive Wende. Der FC St. Pauli hat eine treue Fangemeinde, die bereit ist, den Weg mit dem Verein weiterzugehen. Und während Göttlich und sein Team die nächsten Schritte planen, bleibt die Unterstützung der Fans ein unverzichtbarer Teil der Reise zurück in die 1. Liga.