Hamburg Wasser hat im vergangenen Jahr ein glänzendes Geschäft gemacht! Das Unternehmen konnte seinen Gewinn auf stolze 113,8 Millionen Euro steigern, was einem Plus von 7,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch der Konzernumsatz stieg erfreulicherweise von 673,5 Millionen auf 701,6 Millionen Euro, wie NDR berichtet. Der Wasserabsatz von 117,6 Millionen Kubikmetern reichte aus, um rund 2,3 Millionen Menschen in der Hansestadt mit Trinkwasser zu versorgen. Doch nicht alles läuft nach Plan: Die Einnahmen aus dem Trinkwasserverkauf sanken um 1,3 Millionen Euro auf 36,2 Millionen Euro. Diese Gelder fließen direkt in den Hamburger Haushalt.

Auf der anderen Seite konnte Hamburg Wasser mit einer bereinigten Abwassersparte punkten, die einen Ertrag von 76,9 Millionen Euro erwirtschaftete. Dieser Betrag dient der Bildung von Rücklagen für die Kanalisation und die Klärwerke, wie auch die Welt feststellt. Besonders hervorzuheben ist, dass trotz der widrigen Wetterverhältnisse die Menge an gereinigtem Abwasser nur um 14,7 Prozent sank.

Bauprojekte und Investitionen

Hamburg Wasser zeigt sich auch investitionsfreudig. Bis 2029 plant der Konzern, beeindruckende 1,15 Milliarden Euro in seine Netze, Anlagen und neue Technologien zu stecken. Jedes Jahr werden zwischen 40 und 50 Millionen Euro in das Trinkwassernetz investiert, das teilweise noch aus der Nachkriegszeit stammt. Die Wasserverlustrate in Hamburg liegt erfreulicherweise unter 4%, was unter dem bundesweiten Durchschnitt von 6% ist. Allerdings haben die rund 400 Rohrbrüche pro Jahr, die häufig im Winter durch Frost und Bodenbewegungen entstehen, Nachholbedarf, wie der technische Geschäftsführer Martin Gerhardt betont.

Ein bedeutendes Projekt ist die Sanierung des Kuhmühlenstammsiels am Baumwall, das 1903 erbaut wurde. Dieses 530 Meter lange Abwasserkanaltransport-System erhält ein neues Innenleben mit Rohrlingen von drei Metern Durchmesser. Auch die Klärschlammverwertung wird ab 2029 eingeschränkt, wobei die Anlagen Vera I und Vera II jährlich bis zu 97.000 Tonnen Klärschlamm verarbeiten sollen. Die Kosten für die größte Klärschlammverbrennungsanlage Deutschlands, Vera II, sind auf 297,2 Millionen Euro gestiegen, wie aus dem Bericht von NDR hervorgeht.

Ein Blick in die Zukunft

In Anbetracht der künftigen Herausforderungen, insbesondere durch den Klimawandel, wird die Trinkwasserproduktion bis 2030 auf 500.000 Kubikmeter pro Tag ausgebaut werden sollen. Kaufmännischer Geschäftsführer Frank Herzog erwartet zudem, dass die Verbraucherpreise im Rahmen der Inflationsrate steigen werden. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Hamburg Wasser engagiert, die wichtige Infrastruktur der Stadt zukunftssicher zu gestalten.

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