Wasserwirtschaft im Aufbruch: Hamburgs Zukunft zwischen Investitionen und Klimawandel
Heute ist der 10.06.2026 und in St. Georg gibt es Neuigkeiten, die für alle Hamburger von Bedeutung sind. Hamburg Wasser hat im Jahr 2025 einen beeindruckenden Gewinn von 113,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind gleich mal 7,6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr! Wenn man sich den Konzernumsatz anschaut, merkt man, dass es ebenfalls nach oben ging – von 673,5 Millionen Euro auf 701,6 Millionen Euro. Das klingt doch nach einer soliden Entwicklung, oder?
Aber nicht nur die Zahlen sind beeindruckend. Hamburg Wasser hat 2,3 Millionen Menschen mit stolzen 117,6 Millionen Kubikmetern Wasser versorgt. Und auch die Abwasseraufbereitung kann sich sehen lassen: 156,5 Millionen Kubikmeter wurden gereinigt. Doch es gibt auch Herausforderungen. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Trinkwasser sind um 1,3 Millionen Euro auf 36,2 Millionen Euro gesunken. Das Geld aus diesem Bereich fließt in den Hamburger Haushalt, was für die Stadt von Bedeutung ist.
Investitionen und Herausforderungen
Frank Herzog, der kaufmännische Geschäftsführer, hat bereits angekündigt, dass die Verbraucher mit steigenden Preisen rechnen müssen – im Rahmen der Inflationsrate, versteht sich. Das lässt einen schon mal aufhorchen. Der Ertrag aus der Abwassersparte betrug 76,9 Millionen Euro und wird für Rücklagen in Kanalisation und Klärwerk verwendet. Apropos Klärwerk: Aktuell wird das Kuhmühlenstammsiel am Baumwall saniert, ein Abwasserkanal, der 1903 erbaut wurde. Es ist schon verrückt, wie lange diese Infrastruktur schon besteht, oder? Der rund 530 Meter lange Abschnitt ist für den Transport von Abwasser und Regenwasser aus mehreren Stadtteilen zuständig.
In den kommenden Jahren plant Hamburg Wasser, insgesamt 1,15 Milliarden Euro in Netze, Anlagen und neue Technologien zu investieren. Davon sollen 239 Millionen Euro in die Trinkwassernetze fließen, 442 Millionen Euro in den Abwasserbereich. Und wie sieht’s mit der Erneuerung der Trinkwasserleitungen aus? Bis 2035 sollen rund 270 Kilometer erneuert werden. Viele dieser Leitungen stammen noch aus der Nachkriegszeit – da wird’s Zeit, dass etwas passiert!
Technologische Entwicklungen und der Klimawandel
Ein weiteres Thema, das im Raum steht, ist der Klimawandel. Der technische Geschäftsführer Martin Gerhardt äußert Besorgnis über dessen Einfluss auf die Wasserversorgung. Das ist ein Punkt, den wir nicht ignorieren sollten. Die Trinkwasserproduktion soll bis 2030 auf 500.000 Kubikmeter pro Tag ausgeweitet werden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Hinzu kommt, dass die Klärschlammverwertung ab 2029 eingeschränkt wird. Die Anlagen Vera I und II sollen dann jährlich bis zu 97.000 Tonnen Klärschlamm verarbeiten. Man fragt sich, was die Zukunft bringt.
Die Anlage Vera II wird Anfang nächsten Jahres in Betrieb gehen, allerdings sind die Kosten von 196 Millionen auf 297,2 Millionen Euro gestiegen. Insgesamt liegt das Budget für Vera II und zwei Parallelprojekte bei 325 Millionen Euro – das könnte die größte Klärschlammverbrennungsanlage Deutschlands werden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie all diese Projekte umgesetzt werden und welche Auswirkungen sie auf die Stadt und ihre Bewohner haben werden.
Die Wasserverlustrate in Hamburg liegt übrigens bei unter 4 Prozent, was unter dem Bundesdurchschnitt von 6 Prozent liegt. Und die Zahl der Rohrbrüche? Rund 400 pro Jahr, häufig verursacht durch Frost und Bodenbewegungen im Winter. Man sieht also, dass trotz aller Fortschritte auch immer noch Herausforderungen bestehen.
