Sanierungsbedarf am Rechenzentrum: Zwischen Denkmalschutz und Digitalisierung
Es ist ein bisschen wie ein überraschender Weckruf, wenn man hört, dass das regionale Rechenzentrum der Universität Hamburg massive bauliche Schäden aufweist. Ja, das alte Gemäuer, das seit den Sechzigerjahren zwischen Rothenbaumchaussee und Schlüterstraße steht, hat nicht nur die Zeichen der Zeit auf seine Fassade geschrieben, sondern auch tiefere, schmerzhaftere Probleme. Bei laufenden Untersuchungen wurden nicht nur Bauschäden entdeckt, sondern auch Schadstoffe, die uns alle ein bisschen nachdenklich stimmen sollten.
Die Universität steht nun vor der Herausforderung, dieses denkmalgeschützte Gebäude aufwendig zu sanieren. Das klingt nach viel Arbeit – und das ist es auch. Die statische Tragfähigkeit ist momentan nicht gegeben, und die tragende Fassade benötigt dringend eine Erneuerung des Betons. Eine stützende Stahlkonstruktion soll helfen, die Wände zu stabilisieren. Aber das ist nicht alles. Die Auswirkungen dieser Sanierungsarbeiten auf den laufenden Betrieb des Rechenzentrums sind zurzeit noch unklar, was natürlich auch bei den Mitarbeitern für ein gewisses Unbehagen sorgt.
Ein ganzes Haus voller Probleme
Erinnert ihr euch vielleicht an die Geruchsbelastung, die 2017 im Gebäude festgestellt wurde? Damals wurden Raumluftmessungen durchgeführt und eine erhöhte Schadstoffkonzentration entdeckt. Die Grenzwerte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – ganz schön kompliziert, oder? – wurden durch Teeröle und Naphthaline überschritten. Grund dafür war eine Gussasphaltschicht aus der Zeit, als das Gebäude noch als Pferdestall diente! Die gesamte Schicht ist über die Geschossflächen im Boden verteilt, und das hat zu einer dauerhaften Nutzungssperre der betroffenen Stockwerke geführt.
Die Universität hat seitdem einiges unternommen. Diverse Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung der Schadstoffe wurden in Auftrag gegeben. Das war kein kurzer Prozess, und die Entscheidung, die Flächen komplett zu entkernen, war sicherlich nicht leicht. Aber im November 2021 war es dann soweit: Die SMV stieg in das Projekt ein, das bereits Anfang 2021 begonnen hatte. Die Sanierungsmaßnahmen sollen bis Ende Februar 2023 andauern, wobei der Betrieb auf anderen Etagen aufrechterhalten bleibt. Eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist, wie ihr euch vorstellen könnt!
Die Zukunft im Blick
Ein weiteres Thema, das im Raum steht, ist die Finanzierung der Sanierungsarbeiten. Die Universität befindet sich in Sparzwängen, was bedeutet, dass jede Entscheidung wohlüberlegt sein muss. Rund 100 Unterstützer haben bereits in einer Vollversammlung mehr Geld vom Senat gefordert, und die Abstimmungen zur Finanzierung sowie zur Terminplanung laufen. Das Ziel bleibt die langfristige Erhaltung des Gebäudes, und man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die richtigen Schritte einleiten.
In einem größeren Kontext betrachtet, zeigt sich, dass der Bedarf an Rechenleistungen in Hochschulen in Zeiten der Digitalisierung in Forschung und Lehre stetig wächst. Ein Leitfaden zur Planung und zum Bau von nachhaltigen, energieeffizienten Rechenzentren wurde ins Leben gerufen, um Hochschulen bei der Umsetzung ihrer Projekte zu unterstützen. Diese Initiative könnte nicht nur der Universität Hamburg, sondern auch anderen Hochschulen in Deutschland helfen, die Herausforderungen der digitalen Zukunft zu meistern.
Während wir auf die Entwicklungen warten, bleibt es spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln. Wir sind gespannt, wie die Universität die Probleme mit dem Rechenzentrum angehen wird und ob sie die Unterstützung erhält, die sie benötigt. Eines ist sicher: Die Zukunft der digitalen Infrastruktur an unseren Hochschulen steht auf dem Spiel.
