Heute ist der 27.04.2026, und in der pulsierenden Hansestadt Hamburg-Mitte fand die erste InnoFonds-Werkstatt des Innovationsfonds im Startchancen-Programm statt. An den Tagen vom 22. bis 23. April 2026 kamen zehn Verbünde zusammen, um gemeinsam neue Wege zur Förderung von Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten. Der Fokus lag auf der Stärkung von Verantwortungsgemeinschaften und der nachhaltigen Begleitung von Bildungsbiografien. Die Programmchefin Dr. Jenny Tränkmann betonte in ihrer Eröffnungsrede die Notwendigkeit, Schule als Teil eines lebendigen Sozialraums zu begreifen.
Die Teilnehmer wurden gezielt aus ihren gewohnten Arbeitskontexten herausgelöst, um sich intensiv mit der Weiterentwicklung ihrer Projekte auseinanderzusetzen. Die Werkstatt bot eine Plattform zur Schärfung der Projektziele, zur Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie zur Entwicklung konkreter Maßnahmen. Dabei wurde klar, dass erfolgreiche Bildungsarbeit starke Partnerschaften, klare Strukturen und eine Kommunikation auf Augenhöhe erfordert. Es geht darum, Synergieeffekte zu nutzen und Ressourcen wirkungsvoll zu bündeln, anstatt Unterstützungsangebote zu fragmentieren.
Ein Raum für kreative Ideen
Ein zentraler Bestandteil der Werkstatt war das aktive Schnittstellenmanagement und die Förderung von Kooperationen auf Augenhöhe. Der Ablauf war durch eine enge Verzahnung von fachlichen Impulsen und Arbeitsphasen in den Verbünden geprägt. Wissenschaftliche Erkenntnisse wurden auf die eigenen Projekte übertragen, und die multiprofessionelle Zusammenarbeit, unterstützt durch Beiträge aus dem interdisziplinären Kompetenzzentrum „Multiprofessionelle Schulentwicklung im Sozialraum“, gab wichtige Impulse für die Teilnehmer.
Die Verbünde reflektierten ihre Projekte entlang zentraler Wirkungsfragen, wie etwa den Zielen, sichtbaren Veränderungen und notwendigen Maßnahmen. Die InnoFonds-Werkstatt schuf einen gemeinsamen Ausgangspunkt und stellte die Verbünde als lernendes Netzwerk auf. Regelmäßige Reviews in den kommenden Monaten sollen den Austausch fortsetzen und die Weiterentwicklung der Projekte begleiten, mit dem übergeordneten Ziel, die Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche zu verbessern.
Vielfalt in der Bildung
In einem breiteren Kontext ist die Schaffung gleicher Chancen auf Bildung und Teilhabe für alle Menschen von essenzieller Bedeutung. Bildung soll unabhängig von persönlichen Merkmalen wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Beeinträchtigungen erfolgen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBFSFJ) fördert Forschung, die darauf abzielt, individuelle Bildungserfolge zu ermöglichen und Zugangsbarrieren abzubauen. Ein zentrales Anliegen ist die Stärkung des sozialen Erlebens und Lernens in der Gemeinschaft.
Die Forschung beschäftigt sich auch mit der Professionalisierung von Lehr- und Fachkräften sowie den Rahmenbedingungen, die für erfolgreiches Lernen notwendig sind. Die Bekämpfung von Diskriminierung und die Vermittlung von Akzeptanz für unterschiedliche Meinungen und Lebensweisen sind weitere wichtige Aspekte, die zur Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen. In diesem Sinne steht die InnoFonds-Werkstatt in Hamburg nicht nur für die Förderung von Projekten, sondern auch für eine inklusive Bildungsgestaltung, die alle Menschen einbezieht. Weitere Informationen dazu finden Sie hier und zur Rolle der Vielfalt in der Bildung hier.