In der pulsierenden HafenCity Hamburg zieht eine bemerkenswerte Persönlichkeit um, die frischen Wind in die Welt der Führung bringt. Dr. Anja Ozik-Scharf, Psychologin, Unternehmerin und Autorin, verlässt ihre langjährige Heimat Rostock, um sich in der Hansestadt neuen Herausforderungen zu stellen. Während sie sich auf ihren Umzug vorbereitet, hat sie nicht nur ihre drei interdisziplinären Praxen für Logopädie, Ergotherapie und Psychotherapie in Rostock schrittweise abgegeben, sondern auch ein neues Kapitel in ihrer Karriere aufgeschlagen. Ihr kommendes Buch, „Nervensache Führung“, erscheint im September 2026 im Remote Verlag und verspricht spannende Einblicke in die Welt der Führung.

Die Entscheidung für Hamburg fiel nicht nur aus beruflichen Gründen. Anja beschreibt die Stadt als einen Ort des wirtschaftlichen Erfolgs, der gleichzeitig menschliche Werte hochhält. Diese Balance zwischen Professionalität und Menschlichkeit ist es, die sie motiviert, ihre Expertise in der Führungskräftequalifizierung weiter auszubauen. Seit 2005 lehrt sie an der Universität Rostock und hat seit 2010 Führungskräfte in verschiedenen Branchen qualifiziert. Ihr Ansatz ist innovativ: Sie verbindet Psychologie, Neurowissenschaft und Führungsforschung mit persönlichen Geschichten und praxisnahen Beispielen. Ihre Klienten schätzen ihre Fähigkeit, komplexe Themen verständlich und greifbar zu machen.

Die Polyvagal-Theorie als Schlüssel zur Führung

Ein zentrales Element in Anjas Philosophie ist die Polyvagal-Theorie, die das autonome Nervensystem in den Fokus rückt. Diese Theorie beschreibt, wie unser Körper auf wahrgenommene Reize reagiert und dabei bestimmte Nervenbahnen aktiviert. Besonders der Vagus-Nerv spielt eine zentrale Rolle. Wenn Menschen sich in ihrer Umgebung sicher fühlen, aktivieren sie den sogenannten Safe & Social-Modus. In diesem Zustand sind sie offen, lebendig und kontaktbereit – ideal für kreative und leistungsfähige Zusammenarbeit. Doch bei wahrgenommener Gefahr schalten wir in den Fight & Flight-Modus um, was oft zu Stress und kognitiver Starrheit führt. Genau hier setzt Ozik-Scharf an.

Am 11. September wird sie bei der Leadershift Hamburg auftreten – ein Event, das gleichzeitig mit der Veröffentlichung ihres Buches zusammenfällt. Es wird spannend zu sehen, wie sie die Polyvagal-Theorie in ihrer Präsentation umsetzt, um Führungskräften zu zeigen, wie sie ihre Teams besser unterstützen können. Denn die Kunst der Führung erfordert heutzutage mehr als nur strategisches Denken oder Charisma. Es geht um Verbundenheit und emotionale Intelligenz. Anja bringt dies auf den Punkt, indem sie betont, dass das Nervensystem der Führungskräfte in der Lage sein muss, Sicherheit zu vermitteln, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Die menschliche Seite der Führung

Wenn Führungskräfte ihren eigenen Nervus Vagus regulieren, agieren sie als emotionaler Anker für ihr Team. Sie schaffen eine Atmosphäre, in der Kreativität gedeihen kann und konstruktives Miteinander möglich wird. Anja nennt es Co-Regulation: Wenn Führung und Team harmonisch zusammenarbeiten, wird der Stress minimiert, und die Motivation steigt. Die Gegenseitigkeit in der Unterstützung ist entscheidend. Und es sind die kleinen Dinge, die oft den Unterschied machen – aktives Zuhören, offene Körpersprache und ein authentisches Auftreten, selbst in verletzlichen Momenten.

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Die Herausforderungen, die die moderne Arbeitswelt mit sich bringt, erfordern neue Ansätze. Dysregulation des Nervensystems führt oft zu Misstrauen im Team, kognitiver Starrheit und einem Mangel an Empathie. Aber was, wenn Führungskräfte lernen, ihre Emotionen und die ihrer Mitarbeiter zu regulieren? Ozik-Scharfs Arbeit könnte hier der Schlüssel sein. Ihre Methoden und Ansätze helfen nicht nur Führungspersönlichkeiten, sondern auch ihren Teams, Resilienz und Anpassungsfähigkeit zu entwickeln.

Die Reise nach Hamburg ist für Dr. Anja Ozik-Scharf also nicht nur ein Umzug. Es ist ein neuer Anfang, der nicht nur ihre Karriere, sondern auch die Art und Weise, wie wir über Führung denken, transformieren könnte. In einer Welt, die sich ständig wandelt, ist es umso wichtiger, dass wir die menschliche Seite der Führung nie aus den Augen verlieren.