Der Hamburger Marathon, ein fest verankerter Bestandteil der Hansestadt, feiert heuer ein ganz besonderes Jubiläum: Die 40. Auflage des Haspa Marathons Hamburg findet am Sonntag, dem 26. April 2026, statt. Diese Veranstaltung zieht nicht nur begeisterte Läufer:innen an, sondern auch Zuschauer, die entlang der Strecke für Stimmung sorgen. Laut Welt wird mit insgesamt 46.000 Teilnehmenden gerechnet – eine Rekordmeldezahl, die unterstreicht, wie hoch im Kurs dieser Lauf bereits über Jahrzehnte steht.

Hinter der Premiere des Hamburger Marathons am 25. Mai 1986 stecken einige Persönlichkeiten, darunter Wolfgang Kucklick, der Präsident des Hamburger Leichtathletikverbands, sowie Innensenator Rolf Lange und Sportamtsleiter Heiner Widderich. Die erste Veranstaltung lockte damals bereits 8.290 Läufer:innen an und wurde von über 500.000 Zuschauern verfolgt. Die Strecke führt durch zentrale Punkte Hamburgs, wie die Reeperbahn, die Elbchaussee und die Landungsbrücken. Seit der Premiere gab es zwar einige kleine Änderungen, doch der grundlegende Verlauf blieb gleich.

Ein Event mit Geschichte und Zukunft

Marathon-Chef Frank Thaleiser, der das Event seit fast 15 Jahren organisiert, bemerkte humorvoll die umfangreichen Vorbereitungen, die für so eine Großveranstaltung notwendig sind. Er erwähnte auch die Kapazitätsgrenzen, die erreicht werden, und die Notwendigkeit, die Logistik auf die Beine zu stellen. Mit 20.000 Startplätzen für den Marathon, 8.000 für den Halbmarathon und weiteren 1.500 für Staffelteilnehmer wird es für alle Altersgruppen und Fitnesslevels Angeboten. Besonders erfreulich ist die Zunahme an jüngeren und weiblichen Teilnehmern, die seit der Pandemie verzeichnet werden können.

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist der neue Startzeitpunkt für den Halbmarathon, der um 14 Uhr beginnt, um eine Vermischung mit dem Marathonfeld zu vermeiden. Außerdem findet „Das Zehntel“, ein Lauf für Kinder, am Samstag mit über 12.000 angemeldeten Teilnehmer:innen, statt. In anbetracht der aktuelle Vorzeichen mit dem Referendum über Hamburgs Olympia-Bewerbung erhält das Event nun noch mehr Aufmerksamkeit. Die Bauarbeiten an der Elbchaussee sind inzwischen abgeschlossen, was die Strecke für den Autoverkehr verbessert hat und somit auch die Veranstaltung selbst.

Ein Blick auf die Spitzenathleten

In Bezug auf die Spitzensportler haben sich einige bekannte Namen angekündigt. Samuel Fitwi, der als einer der aussichtsreichsten deutschen Läufer gilt, wird um 8:30 Uhr starten. Auch die Teilnahme von Bernard Koech, dem zweifachen Hamburg-Sieger, sorgt für Aufregung. Die Topathleten werden in diesem Jahr mit einem Budget von 350.000 Euro unterstützt, was im Vergleich zum London-Marathon, der rund fünf Millionen Euro für seine Spitzenathleten ausgibt, recht sparsam wirkt. Der Streckenrekord von 2:03:46 Stunden, aufgestellt von Amos Kipruto, stellt ebenfalls eine Herausforderung für die Läufer dar.

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Insgesamt ist der Hamburger Marathon nicht nur ein Sportereignis, sondern auch ein symbolischer Moment, der die positive Entwicklung von Laufveranstaltungen in Deutschland zeigt. Laut Statista nehmen rund 45 Prozent der Deutschen gerne am Laufen teil, was dessen Beliebtheit untermauert. Mit der Jubiläumsveranstaltung wird der Hamburger Marathon erneut als Vorreiter für Massenevents in der Stadt wahrgenommen, ähnlich wie bei den Cyclassics oder dem Ironman.

Die Vorfreude auf den Marathon ist in der Stadt spürbar. Wenn am Sonntag die Schiffsglocke das Startsignal gibt und sich die Läufer:innen auf den letzten Kilometer in Richtung Karolinenstraße begeben, wird deutlich: Hamburg läuft – und zwar mit voller Leidenschaft!