Am 25. Mai 1986 fiel der Startschuss für eine der größten Laufveranstaltungen Deutschlands: der Hamburger Marathon. Mit 8.290 Läufern und rund 500.000 Zuschauern wurde der Grundstein für eine Tradition gelegt, die bis heute anhält. Die Initiatoren, Wolfgang Kucklick, Rolf Lange und Heiner Widderich, konnten damals noch nicht ahnen, dass ihr Event zum Vorreiter für weitere Massenevents in der Hansestadt werden würde, darunter die Cyclassics und der Ironman.

Die Strecke des Marathons führt vorbei an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs: Reeperbahn, Elbchaussee, Fischmarkt, Landungsbrücken und Jungfernstieg sind nur einige der Highlights, die die Teilnehmer auf ihren 42,195 Kilometern erleben. Während der Grundverlauf der Strecke seit 1986 gleich blieb, wurden im Laufe der Jahre einige kleine Details angepasst. Aktuell leitet Frank Thaleiser das Event und ist seit fast 15 Jahren der Marathon-Chef. Ein besonderes Merkmal des Marathons ist das Startsignal, das durch eine Schiffsglocke ertönt, da auf dem Kiez ein Waffenverbot besteht.

Ein Jubiläum mit Rekordbeteiligung

Heute, am 25. April 2026, findet die 40. Auflage des Haspa Marathon Hamburg statt. Mit 46.000 Teilnehmenden wird ein Rekordmeldeergebnis erwartet, was den Stellenwert dieser Veranstaltung unterstreicht. In diesem Jahr wird nicht nur die Zahl der Teilnehmer, sondern auch die Vielfalt sichtbar: Immer mehr junge Menschen und Frauen haben seit der Pandemie den Weg auf die Laufstrecke gefunden. Der Halbmarathon startet neu um 14 Uhr, um eine Vermischung mit dem Marathonfeld zu vermeiden.

Die Vorbereitungen für das Event waren alles andere als einfach, wie Cheforganisator Thaleiser mit einem Augenzwinkern betont. Neben den Teilnehmern wird auch die Elbchaussee an diesem Tag im Fokus stehen, die aufgrund von Sanierungsarbeiten für den Autoverkehr gesperrt ist. Frischer Asphalt sorgt dafür, dass die Strecke in bestem Zustand ist und die Läufer ohne Hindernisse ihre Runden drehen können.

Ein Blick auf die Zukunft

Mit einem Budget von 4,7 Millionen Euro, wovon 350.000 Euro für Topathleten bereitgestellt werden, ist der Hamburger Marathon nicht nur eine sportliche, sondern auch eine wirtschaftliche Größe. Im Vergleich dazu gibt der London Marathon rund fünf Millionen Euro für seine Topstars aus. Der Streckenrekord liegt bei 2:03:46 Stunden und wurde von Amos Kipruto aufgestellt. In diesem Jahr wird die Konkurrenz durch bekannte Namen wie Bernard Koech und Samuel Fitwi Sibhatu verstärkt, der als aussichtsreichster deutscher Athlet gilt.

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Die Popularität des Marathons spiegelt sich auch in der allgemeinen Laufbegeisterung in Deutschland wider. Laut einer Umfrage geben rund 45 Prozent der Deutschen an, dass ihnen Laufen großen oder etwas Spaß macht. In der Tat ist Joggen die am zweithäufigsten betriebene Sportart in Deutschland, direkt nach dem Fahrradfahren. Im Jahr 2024 fanden insgesamt 121 Marathonläufe in Deutschland statt, wobei der Hamburg-Marathon zu den größten gehört. Die Faszination für diese Disziplin bleibt ungebrochen, und die Veranstaltung wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Sportkalender der Stadt spielen.