Die Elbphilharmonie in Hamburg, ein architektonisches Meisterwerk, steht kurz vor einem großen Jubiläum: Im Januar 2027 wird die Veranstaltungshalle zehn Jahre alt. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter hat bereits ein umfangreiches und vielversprechendes Programm für die Saison 2026/27 vorgestellt, das *sat1regional* berichtet, dass der Schwerpunkt auf dem 250-jährigen Jubiläum der Vereinigten Staaten liegen wird. Die kommenden Veranstaltungen versprechen ein Fest der Musik mit zahlreichen amerikanischen Weltklasse-Orchestern.
Ein Highlight der Saison wird das festliche Geburtstagskonzert am 10. Januar 2027 sein, das unter der Leitung von Chefdirigent Alan Gilbert stattfinden wird. Im Großen Saal der Elbphilharmonie wird ein beeindruckendes Programm zur Aufführung kommen, darunter Werke von Unsuk Chin, Richard Wagner, Ludwig van Beethoven und John Adams. Bereits am 19. Mai 2026 beginnt der Ticketvorverkauf, und die Vorfreude auf das Jubiläum ist spürbar. *ndr.de* skizziert, wie das NDR Elbphilharmonie Orchester als Residenzorchester das musikalische Geschehen seit der Eröffnung prägt.
Ein Fest der amerikanischen Musik
Das kommende Programm umfasst 13 Konzerte mit sieben amerikanischen Orchestern, die zur Feier des Jubiläums nach Hamburg kommen. Dazu zählt unter anderem das New York Philharmonic, das erstmals seit 2017 wieder auftritt. Rhiannon Giddens wird ein *Reflektor*-Festival kuratieren, das sich mit den Wurzeln der amerikanischen Musikkultur beschäftigt. Auch die Geburtstagspartys für prominente Komponisten wie John Adams und Steve Reich werden nicht fehlen. Der hoch angesehene zeitgenössische Komponist John Adams feiert im Februar 2027 seinen 80. Geburtstag.
Darüber hinaus werden Jazz-Programme mit namhaften Künstlern wie John Scofield und Julian Lage das Angebot abrunden. Der Bereich der zeitgenössischen Musik bleibt nicht auf der Strecke, denn Missy Mazzoli wird als Residenzkünstlerin mit neuen Arbeiten präsent sein, während das Programm „Elbphilharmonie Visions“ zum dritten Mal veranstaltet wird und Uraufführungen umfasst. *elbphilharmonie.de* hebt die Vielfalt der geplanten Veranstaltungen hervor, die sich über Genres und Stile erstrecken.
Reflektierende Rückschau auf eine Dekade
Festliche Höhepunkte sind in der Jubiläumssaison auch die Aufführung von Weinbergs Oper *Die Passagierin* sowie die Inszenierung von Nonos *Prometeo*, die an die komplexe Beziehung von Musik und Mythos anknüpfen. Die Elbphilharmonie hat sich seit ihrer Eröffnung im Jahr 2017 zu einem kulturellen Anziehungspunkt entwickelt: Über 7 Millionen Gäste haben bislang eine Vorstellung besucht, und mehr als 30 Millionen haben die Plaza in ihren Bann gezogen.
Die Baugeschichte der Elbphilharmonie war nicht unumstritten: Ursprünglich sollte das Gebäude 2010 fertiggestellt werden, jedoch zogen sich die Bauarbeiten bis 2016/2017 hin, die Kosten stiegen von anfänglichen 77 Millionen Euro auf etwa 789 Millionen Euro. Trotz dieser Herausforderungen nennt *sat1regional* das Gebäude heute ein Symbol für moderne Musikkultur. Christoph Lieben-Seutter selbst bezeichnet die Platzierung der Elbphilharmonie in der Liste umstrittenster Bauwerke der Welt als humorvolle Kuriosität.
Die Vorfreude auf die kommenden Anlässe und die Rückschau auf vergangene Erfolge schlagen die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr vor. Der Saisonstart wird mit einem Konzert am 1. September 2026 eingeläutet, das die künstlerische Bilanz der letzten zehn Jahre reflektieren wird. Ein modernes musikalisches Erbe, das in den nächsten Jahren aufblühen wird, ist somit gesichert.