Am Montagmorgen drehte sich im Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium in Eimsbüttel alles um ein drängendes Thema: sexualisierte digitale Gewalt. Die Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig war zu Gast, um im Rahmen des EU-Projekttags mit Schülerinnen und Schülern über diese Problematik zu diskutieren. Dieser jährliche Aktionstag, der seit 2007 vor dem Europatag am 9. Mai stattfindet, bringt junge Menschen dazu, sich aktiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen. Hierbei bot der Besuch die Gelegenheit, direkt Fragen an eine Ministerin zu stellen und die eigene Meinung zu äußern.

Die Schüler der Jahrgänge 9 und 10 hatten sich intensiv auf die Veranstaltung vorbereitet und formulierten eine zentrale Diskussionsfrage: „Sexualisierte digitale Gewalt als gesamtgesellschaftliches Problem – Warum lässt die deutsche Politik junge Menschen, vor allem Mädchen, fast schutzlos im digitalen Raum allein?“ In rund sechs Unterrichtsstunden hatten sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt und waren bestens gewappnet, um ihre Anliegen zu präsentieren.

Diskussion über Herausforderungen und Lösungen

Mit Begeisterung erörterten die Jugendlichen, was sie von der Ministerin wissen wollten. Besonders kritisch hinterfragten sie die bestehenden Gesetzesentwürfe, wie den vom 16. April. Warum fehlen präventive Maßnahmen, und wie können gesetzliche Regelungen tatsächlich umgesetzt und kontrolliert werden? Diese Fragen spiegelten den Wunsch der Schüler wider, aktiv an der Gestaltung ihrer digitalen Sicherheit mitwirken zu können.

Dr. Hubig nutzte die Gelegenheit, um den Einfluss der EU auf solche Belange zu erläutern. Sie betonte die Vorteile der Reisefreiheit und die Grundrechte innerhalb Europas und ermutigte die Schüler, die Vielfalt der europäischen Länder zu erkunden. Dieses Bewusstsein für europäische Zusammenhänge ist entscheidend, gerade wenn es um Themen wie digitale Gewalt geht.

Die Diskussion, die etwa eineinviertel Stunden dauerte, wurde von vielen Teilnehmern als viel zu kurz empfunden. Sie betonten, dass es eine wertvolle Erfahrung war, mit der Ministerin auf Augenhöhe sprechen zu können, und fühlten sich ernst genommen. Schulleiterin Birgit Alam und PGW-Lehrer Felix Herrmann hoben die gute Vorbereitung der Schüler und die Qualität ihrer Fragen hervor.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es ist klar: Das Engagement der jungen Menschen in Hamburg zur Bekämpfung sexualisierter digitaler Gewalt zeigt, dass sie bereit sind, sich mit diesen drängenden Themen auseinanderzusetzen und Lösungen einzufordern. Der EU-Projekttag hat erneut gezeigt, wie wichtig solche Dialoge sind, um junge Stimmen Gehör zu verschaffen und einen Wandel anzustoßen.

Erfahren Sie mehr über die Veranstaltung und die Anliegen der Schüler auf der offiziellen Seite der Stadt Hamburg: Hamburg.de.