In Hamburg war es mal wieder so weit: Die Stadt hat erneut gegen die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele gestimmt. Das ist jetzt der dritte Versuch, bei dem die Hansestadt sich um die Spiele beworben hat – die vorherigen Versuche datieren auf 2012 und 2024. Die Absage stößt auf Bedauern seitens der Landesregierung und der Wirtschaft. Man hatte sich so viel vorgenommen, und das Konzept war alles andere als übel! Statt neuer Sportstätten sollte auf bereits bestehende Anlagen zurückgegriffen werden, was ja eigentlich eine gute Idee ist.

Die geplanten Schauplätze waren durchaus schick – Schwimmwettbewerbe in der Alster, Nutzung bestehender Sportanlagen und ein Olympisches Dorf auf dem Gelände der ehemaligen Trabrennbahn in Bahrenfeld mit 4.500 Wohnungen, wovon die Hälfte als Sozialwohnungen gedacht war. Das klang doch vielversprechend! Auch der Umbau des Hauptbahnhofs und die Schaffung neuer Wohnungen wurden als positive Begleiterscheinungen in Aussicht gestellt. Der HSV, der in den 2040er Jahren ein neues Stadion plant, hat betont, dass der Stadionbau unabhängig von Olympia vorangetrieben wird. Es bleibt also spannend, wie sich die Stadtentwicklung in Hamburg weiter entfalten wird, auch wenn die Olympiabewerbung gescheitert ist. Immerhin gab es ja schon nach der Ablehnung der Olympiabewerbung 2015 Fortschritte, etwa im Stadtteil Grasbrook.

Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung

Das Olympiakonzept hätte Hamburgs Stärken nutzen sollen. Geplant war ein offenes, urbanes Sportereignis, das als „Arena für alle“ fungieren sollte. Bürgerbeteiligung, die im November 2025 stattfinden soll, könnte vielleicht doch noch frischen Wind in die Sache bringen. Die Idee war, durch die Spiele Stadtentwicklung, Wohnraum und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zu fördern. Der erste Bürgermeister sprach von wirtschaftlichen Chancen und internationaler Strahlkraft – klingt gut, oder?

Die Mehrheit der Wettkampfstätten sollte auf bereits vorhandener Infrastruktur basieren, mit einer Mischung aus temporären Einrichtungen wie Skate- und Freestyle-BMX-Rampen. Nach den Spielen sollten die Sportgeräte und Anlagen in Schulen und Vereinen weitergenutzt werden. Das macht ja auch Sinn! Ein Großteil der Wettkämpfe hätte in zentralen Bereichen wie der „Olympic Park City“ in der Innenstadt und dem „Olympic Park Altona“ im Volkspark stattgefunden. Ein echter Augenschmaus, wenn man bedenkt, dass auch der Alster und die Speicherstadt als Schauplätze vorgesehen waren.

Die Zukunft im Blick

Ein weiteres Highlight des Konzepts war das geplante Olympische Dorf, das Teil des neuen Stadtquartiers Science City Bahrenfeld werden sollte und Platz für etwa 9.000 Menschen bieten sollte. Angebote wie Public Viewings und kulturelle Veranstaltungen sollten für ein gemeinsames Erlebnis sorgen. Um das Ganze noch attraktiver zu machen, waren rund eine Million günstige Tickets und ein kostenloses Kontingent für Ehrenamtliche und Menschen mit geringem Einkommen vorgesehen. Das klingt alles nach einer großartigen Idee! Leider sieht es momentan so aus, als ob die Stadtentwicklung trotzdem nicht ins Stocken gerät. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, der durch die Olympischen Spiele beschleunigt werden sollte, bleibt ein heißes Thema. Investitionen in den Hauptbahnhof und neue U- und S-Bahn-Strecken stehen weiterhin auf der Agenda.

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Ein Bürgerentscheid am 31. Mai 2026 könnte die Stadt vielleicht doch noch auf einen neuen Kurs bringen. Wer weiß, vielleicht schaut Hamburg dann auf eine Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln werden – und ob die Begeisterung für Olympische Spiele in der Stadt vielleicht doch noch einmal entfacht werden kann.