Drei Jungs aus Winterhude sammeln 400 Euro für Obdachlose!
Was kochen drei junge Helden, die ihren Beitrag für die Obdachlosen in Hamburg leisten wollen? Gemeinsam setzen sich Papa Yaw (13), Kian (11) und Jonathan (11) aus Winterhude seit einem Monat mit großem Elan für die Bedürftigen ein. Angestoßen durch ihre gemeinsame Schulaktion sammeln die drei Schüler Spenden, um direkt für Obdachlose einzukaufen und zu kochen. Trotz eines kleinen Rückschlags durch den Verlust von 50 Euro, die aus einem der Schulranzen verschwanden, lassen sie sich nicht unterkriegen und setzen alles daran, ihre Mission voranzutreiben.
Die Schüler haben sich gut aufgestellt und arbeiten eng mit der 70-jährigen Susann Stoldt zusammen, die nicht nur als erste Spenderin auftritt: Zunächst gibt sie fünf Euro, aber nach einem kurzen Telefonat mit der Schule der Kinder legt sie drei Tage später ganze 250 Euro nach. Diese beeindruckende Geste hat ihren Platz in der Gesamtbilanz der Hilfsaktion, die mittlerweile auf 400 Euro angewachsen ist, gesichert. Auch eine Kollegin von Stoldt hat sich an der Spendenaktion beteiligt und weitere 100 Euro beigesteuert.
Spenden für die gute Sache
Die Schüler sind bereits erfahrene Unterstützer der Obdachlosenhilfe. Papa Yaw engagiert sich aktiv mit seiner Kirchengemeinde, während Kian in der Vergangenheit bereits Spenden an Verkäufer von „Hinz & Kunzt“ gegeben hat. Neben ihren eigenen Initiativen erkundigten sich die drei Freunde bei der Tafel und der Obdachlosen-Einrichtung CaFée mit Herz, um die besten Möglichkeiten zur Unterstützung zu finden.
Ursprünglich hatten die Jungen geplant, warme Suppe zu kochen. Doch Transportprobleme machten dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. So kam es zu der gemeinsamen Entscheidung, verpackte Lebensmittel zu besorgen, um eine hygienische Verteilung zu gewährleisten. Der erste Großeinkauf umfasste einiges: von Toastbrot über Corny-Riegel bis hin zu Mineralwasser und Dosen mit passierten Tomaten. Die Dosen werden an die Tafel gespendet, während der Rest der Lebensmittel an wohnungslose Menschen rund um den Barmbeker Bahnhof verteilt wird. Momentan haben die drei noch stolze 300 Euro übrig, und die Familienmitglieder helfen fleißig beim Transport der Lebensmittel.
Die Schulkinder freuen sich über die Unterstützung ihrer Lehrerin Joy Harder, die mehr Zeit für ihr Projekt genehmigt hat. Mit diesem Rückenwind wollen die Jungs sicherstellen, dass ihre Aktion ein voller Erfolg wird, der nicht nur Zahlen, sondern vor allem ein Zeichen für Mitgefühl und Solidarität setzt.
In einer Zeit, in der das Miteinander oft in den Hintergrund tritt, zeigen Papa, Kian und Jonathan, dass aus kleinen Spenden große Hilfe entstehen kann. Ihre Entschlossenheit und Kreativität inspirieren nicht nur ihre Mitschüler, sondern auch die gesamte Nachbarschaft. Obdachlosenhilfe wird hier nicht nur gedacht, sondern in die Tat umgesetzt – das ist ein wirklich starkes Zeichen für Gemeinschaft!
Weitere Informationen zu diesem engagierten Projekt findet ihr unter Hamburger Abendblatt.
