In Hamburg tut sich was in der Bau- und Kulturwelt! Am 27. Mai um 19 Uhr wird das „Parlament der Baukultur“ im renommierten Kampnagel eröffnet. Diese Veranstaltung verspricht spannende Einblicke in die Bedingungen der Transformation in der Baukultur und wird von prominenten Stimmen aus der Branche begleitet. Unter anderem wird Dr. Jörg Wagner, der dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen angehört, ein Grußwort halten.

Die Veranstaltung deckt zahlreiche Perspektiven in Bezug auf Bestand und Transformation ab. Alexander Pötzsch, Präsident des BDA Bund, wird die Begrüßung und Einführung gestalten und eine illustre Runde von Experten wird teilnehmen. Hier sind einige der Namen, die man sich merken sollte:

  • Julian Petrin, urbanista Hamburg
  • Dr. Katja Wolframm, Hamburg Kreativ Gesellschaft
  • Barbara Pampe, Montag Stiftung Bonn
  • Alessandro Gess, HafenCity Universität
  • Hans Peter Boltres, Dezernet Hamburg-Nord
  • Amelie Deuflhard, Intendantin Kampnagel
  • Cornelius Voss, Common Agency

Bedeutung der Baukultur und der Klimaziele

Die Diskussion über die Baukultur wird in den nächsten Jahren immer relevanter. In Deutschland ist der Bau- und Gebäudesektor für etwa 40 % der CO₂-Emissionen verantwortlich. Darüber hinaus brummt es in den Bereichen Abfallproduktion und Rohstoffverbrauch. Diese Aspekte sind nicht zu unterschätzen: Rund 55 % der Abfallprojekte stammen von Bauvorhaben, was dazu führt, dass hier ein enormes Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasen liegt. Doch ohne ausgeklügelte Strategien sind die deutschen Klimaziele in weiter Ferne. Bauwende-Allianz mahnt, dass die Wohnungskrise und die Baukrise miteinander verbunden sind und ganzheitliche Ansätze gefragt sind.

Ein zentrales Thema des „Parlaments der Baukultur“ wird daher auch die Rolle des baulichen Bestands sein. Hier wird diskutiert, wie bestehende Strukturen als Ressource für eine klimagerechte Zukunft genutzt werden können. Eine begleitende Ausstellung mit dem Titel „Baustelle Transformation. Zehn Strategien für Stadt und Land“ läuft vom 5. Mai bis 3. Juni. Diese gibt einen tiefen Einblick in Themen wie Gemeinschaftsräume, produktive Nachbarschaften und innovative Wohnmodelle.

Innovative Lösungen für nachhaltiges Bauen

Die Fragen rund um nachhaltiges Bauen sind drängend. Aktuelle Daten zeigen, dass die Emissionen im Gebäudesektor, die bereits 2024 um 4,7 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente überschritten wurden, bis 2030 um 66-67 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden müssen. DBU fördert daher Projekte, die innovative Verfahren zur Wiederverwertung von Baustoffen und den Einsatz von CO₂-armen Materialien entwickel. Vor allem alternative Baustoffe wie Holz und Lehm sind im Kommen. Diese Materialien bieten nicht nur ökologische Vorteile, sondern können auch helfen, Anforderungen an den Klimaschutz gerecht zu werden.

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Nach den Eröffnungsansprachen sind Gespräche und Getränke im Anschluss an die Veranstaltung eingeplant, sodass die Besucher auch die Möglichkeit haben, sich über die Themen auszutauschen und zu vernetzen. Der Eintritt zur Veranstaltung sowie zur Ausstellung ist kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich, was diese Gelegenheit umso wertvoller macht.

Unsere Stadt steht also vor großen Herausforderungen, aber auch vor großartigen Chancen, die durch eine aktive und innovative Baukultur genutzt werden können. Kommen Sie vorbei und gestalten Sie mit!