In Hamburg-Nord blüht zurzeit nicht nur die Natur auf, sondern auch die digitale Präsenz des Hamburger Schwanenwesens. Ja, richtig gelesen! Das Schwanenwesen, das als älteste Dienststelle der Stadt 1674 gegründet wurde, hat nun einen Instagram-Account ins Leben gerufen. Warum? Um uns, die Öffentlichkeit, über ihre vielfältigen Aufgaben zu informieren. Denn viele wissen nicht, dass die Arbeit des Schwanenwesens weit über den Schutz der Alsterschwäne hinausgeht. Das Team ist 365 Tage im Jahr im Einsatz und kümmert sich um verletzte Wildtiere, pflegt verwaiste Wasservögel, unterstützt bei Ölunfällen und arbeitet eng mit Feuerwehr, Polizei und anderen Behörden zusammen.
Olaf Nieß, der engagierte Chef des Schwanenwesens, zeigt sich begeistert über die Rückkehr der Alsterschwäne aus ihrem Winterquartier. Am 12. Mai dieses Jahres wurde das große Ereignis von Umweltsenatorin Katharina Fegebank und Nieß persönlich zelebriert. Die Schwäne wurden über die gewohnte Route zur Außenalster geleitet – ein Anblick, der einfach zum Dahinschmelzen ist! Die Rückkehr hatte sich in diesem Jahr allerdings etwas verzögert, da im März verendete Gänse mit positivem Test auf das Aviäre Influenzavirus (AIV) gefunden wurden. Das Schwanenwesen hat daher entschieden, die Schwäne erst Ende April wieder auf die Alster zu entlassen, um sie und andere Wasservögel zu schützen. Glücklicherweise hat sich die Zahl der AIV-Fälle mittlerweile stark reduziert, und alle Schwäne sind wohlauf.
Ein Blick hinter die Kulissen
Auf Instagram dokumentiert das Team einige ihrer Einsätze – und das ist wirklich spannend! Im Jahr 2025 wurden über 1.700 Einsätze verzeichnet, und allein in diesem Jahr haben sie bereits rund 1.200 Tiere gerettet oder gepflegt. Die erste Story auf dem neuen Account zeigt die Alsterschwäne, die frisch aus ihrem Winterquartier zurückkehren – ein Anblick, der nicht nur die Herzen von Naturliebhabern höher schlagen lässt.
Aber das Schwanenwesen hat nicht nur die Alsterschwäne im Fokus. Auch die Pflege von Seehunden und Kegelrobben, das Aufziehen von verwaisten Wasservögeln oder die Unterstützung bei Seuchenschutzmaßnahmen gehören zu ihren Aufgaben. Es ist ein ganz schön umfangreiches Programm, das zeigt, wie wichtig der Schutz der Tiere in einer urbanen Umgebung ist. Und das trotz der Herausforderungen, die die Stadt mit sich bringt.
Tiere und Menschen in der Stadt
Die Tierwelt in unseren Städten verändert sich ständig. Wildschweine, Füchse und viele andere Arten passen sich den urbanen Gegebenheiten an. In Köln leben beispielsweise mehr als 1.000 Füchse – und das sorgt für geteilte Meinungen unter den Menschen. Während einige die Vielfalt der Tiere schätzen, gibt es auch Sorgen über mögliche Krankheiten wie Tollwut. Aber keine Panik! Deutschland ist seit vielen Jahren tollwutfrei, was auch für Waschbären, Eichhörnchen und andere Tiere gilt. Dennoch bleibt die Skepsis bei manchen ein Thema.
Das Schwanenwesen und viele andere Organisationen tragen maßgeblich dazu bei, dass wir ein Stück Natur in unseren Städten erleben dürfen. Ihre unermüdliche Arbeit verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch unsere Unterstützung. Wie schön ist es doch, wenn wir auf Instagram die Geschichten dieser Tiere verfolgen und sehen können, wie sie in einer oft hektischen Welt einen Platz finden. Manchmal sind es diese kleinen Einblicke, die uns daran erinnern, was wirklich zählt: der Respekt vor der Natur und den Lebewesen, die mit uns diesen Platz teilen.