Heute ist der 3.05.2026 und wir feiern nicht nur den Wonnemonat Mai, sondern auch einen ganz besonderen Menschen aus Hamburg, der vor 150 Jahren das Licht der Welt erblickte: Richard Ohnsorg. Geboren am 3. Mai 1876, hat dieser Mann nicht nur die Theaterlandschaft geprägt, sondern auch die plattdeutsche Kultur in Deutschland maßgeblich gefördert. Wer hätte gedacht, dass hinter dem komischen Bühnenimage eines Schauspielers ein strenger Macher steckt? Ohnsorg war sowohl ein leidenschaftlicher Schauspieler als auch ein engagierter Bibliothekar, der mit seinem künstlerischen Schaffen eine ganz besondere Nische besetzte.

Aufgewachsen in Hamburg, besuchte er die Realschule und later das Gymnasium. Mit nur 14 Jahren war er bereits Intendant, Regisseur und Hauptdarsteller in einer Theatervereinigung. Ein echtes Wunderkind! Trotz des Widerstands seiner Eltern, die nicht mit seinem Berufswunsch einverstanden waren, machte er 1896 sein Abitur. Seine akademische Laufbahn führte ihn durch die Universitäten in Marburg, Berlin und Rostock, wo er Philologie studierte und schließlich promovierte. Ein echter Überflieger, der nach seinem Studium 1901 als Bibliothekar in Hamburg arbeitete und über drei Jahrzehnte in dieser Position blieb.

Das Ohnsorg-Theater

Im Jahr 1902, nicht lange nach seinem Berufsstart, gründete er die „Dramatische Gesellschaft Hamburg“. Dieses Ensemble sollte sich später als Ohnsorg-Theater einen Namen machen. 1909 feierte das Theater mit dem Stück „Der Lotse“ seinen ersten großen Erfolg. Hier begann Ohnsorg auch, plattdeutsche Stücke zu inszenieren und arbeitete mit dem Autor Gorch Fock zusammen. Ein echter Pionier, der die plattdeutsche Sprache auf die Bühne brachte und damit die Herzen vieler Zuschauer eroberte.

Die Umbenennung des Theaters zur „Niederdeutschen Bühne“ im Jahr 1922 war ein weiterer Meilenstein in Ohnsorgs Karriere. Es etablierte sich als kulturelle Institution in Hamburg und darüber hinaus. Doch nicht alles verlief glatt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von der Kulturverwaltung als Ehrenintendant abgesetzt. 1946, im Gedenken an seine Verdienste, erhielt das Theater seinen heutigen Namen: Richard Ohnsorg Theater. Tragischerweise starb der Theatermacher am 11. Mai 1947 nach langem Leiden und fand seine letzte Ruhe auf dem Ohlsdorfer Friedhof, wo sein Grabstein eine klare Botschaft zur Erhaltung der plattdeutschen Sprache enthält.

Das Erbe von Richard Ohnsorg

Das Ohnsorg-Theater, das 1954 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt wurde, kann sich mittlerweile einer bundesweiten Bekanntheit erfreuen. Es hat nicht nur viele Zuschauer begeistert, sondern auch zahlreiche Künstler inspiriert. Ohnsorgs Engagement für die plattdeutsche Sprache und Kultur hat dazu beigetragen, dass diese Tradition nicht in Vergessenheit geriet. Sein Lebenswerk ist ein bemerkenswerter Beweis dafür, wie wichtig es ist, kulturelle Wurzeln zu pflegen und zu feiern.

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Es ist faszinierend, wie ein einzelner Mensch so viele Türen öffnen und so viele Herzen erreichen kann. Richard Ohnsorg ist nicht nur ein Teil der Hamburger Geschichte, sondern auch ein Teil unserer kulturellen Identität. An einem Tag wie heute, an dem wir ihm gedenken, wird deutlich, dass sein Erbe weiterhin lebendig ist und auch die kommende Generationen inspirieren wird.