In Hamburg stehen die Jugendlichen vor allerlei Herausforderungen: Mentale Belastungen, digitaler Überfluss und die allgegenwärtigen sozialen Ungleichheiten sind nur einige der Themen, die sie bewältigen müssen. Um diesen Druck zu minimieren und den Schüler:innen zu helfen, wird das Projekt „Next level class – starkes Ich, starkes Wir!“ ins Leben gerufen. Hierbei kooperiert der Verein Hamburger Abendblatt hilft mit der PSD Bank Nord, um Workshops für soziale Kompetenzen, Selbstfürsorge und Klassenverbände in Hamburger Schulen anzubieten. Diese Initiative kommt nun, wo die Statistiken nicht zu leugnen sind: Laut dem Deutschen Schulbarometer 2025/2026 sind rund 25 Prozent der 10- bis 17-Jährigen psychisch belastet, und fast 40 Prozent der Achtklässler berichten von Mobbing in Schulen, wie abendblatt.de berichtet.
Das Besondere an dem Projekt ist die Möglichkeit für fünf Stadtteilschulen und Gymnasien, im Schuljahr 2026/27 teilzunehmen. Hier können die Jahrgänge 7, 8 oder 9 mitmachen, und die Bewerbungsfrist endet am 14. Juni 2026. Die Workshops werden von den erfahrenen Organisationen Schlaufox e.V. und Kopfsachen e.V. durchgeführt, welche in zwei zentralen Themenbereichen arbeiten: „Mentale Gesundheit & Selbstfürsorge“ sowie „Teamfähigkeit und Klassenzusammenhalt“. Diese Arbeit ist nötig, da die digitale Überflutung und die emotionale Abgeschlagenheit, die viele Jugendliche erleben, zunehmend zu sozialer Isolation und weiteren psychischen Herausforderungen führen. Rund 50 Prozent der Teenager fühlen sich laut einer Jugendstudie einsam, für viele von ihnen ist der Schulalltag kein guter Platz, um diese Einsamkeit abzubauen.
Die Rolle digitaler Medien
Digitale Medien sind ein zweischneidiges Schwert, das die Jugend sowohl verbindet als auch isoliert. Eine Studie der WHO zeigt, dass 36 Prozent der Jugendlichen ständig online sind, um mit Freunden in Kontakt zu treten, während problematische Nutzungen, besonders bei Mädchen, ansteigen. So zeigen 11 Prozent der Jugendlichen Anzeichen eines problematischen Verhaltens in Bezug auf soziale Medien. Dieses digitale Verhalten hat nicht nur Auswirkungen auf das soziale Wohlbefinden, sondern kann auch zu geringerer schulischer Leistung führen. Dr. Hans Henri P. Kluge von der WHO fordert daher Maßnahmen wie Altersbeschränkungen für soziale Medien, um Jugendliche zu schützen und zu unterstützen.
Die Workshops von „Next level class“ sollen auch Lehrer:innen schulen, um Methoden zur Integration von Sozialkompetenz und Mental Health in den Unterricht zu entwickeln. Diese Fortbildung ist notwendig, da viele Schulen aufgrund großer Klassen und einer Vielzahl kultureller Hintergründe überlastet sind. Sabine Tesche vom Abendblatt-Verein hebt hervor, wie wichtig es ist, benachteiligte Kinder und Jugendliche zu unterstützen, damit auch sie einen Platz in der Gesellschaft finden und ihre Potentiale entfalten können.
Fazit
Gerade in Zeiten, in denen Mobbing und psychische Probleme an Schulen zunehmen, ist die Initiative „Next level class“ ein wichtiger Schritt, um die sozialen Fähigkeiten der Jugendlichen zu stärken. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich zahlreiche Schulen für das Programm bewerben und somit eine positive Veränderung im Schulalltag bewirken. Die Zusammenarbeit zwischen Hamburger Abendblatt hilft und PSD Bank Nord zeigt, dass Gemeinschaftsprojekte, die auf eine bessere Zukunft abzielen, wichtig sind, um die Jugend in Hamburg zu stärken.