Heute ist der 21.05.2026, und ich sitze hier in Hoheluft-Ost, während sich die Immobilienpreise in München wie ein unaufhaltsamer Strom durch die Stadt schlängeln. Wenn man denkt, man kennt die Stadt, kommt die Analyse von immowelt.de und haut einen um. München gilt als teures Pflaster, und das nicht ohne Grund. In der Tat finden sich elf der zwanzig teuersten Stadtviertel Deutschlands in dieser bayerischen Metropole. Die Kaufpreise sind einfach gesalzen!
Das teuerste Viertel ist die Altstadt-Lehel mit einem Quadratmeterpreis von sagenhaften 12.689 Euro. Da fragt man sich schon, ob der Preis für die Luft in München mit drin ist! Direkt dahinter folgen die Maxvorstadt auf Platz 2 mit 11.312 Euro und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt auf Platz 3 mit 11.045 Euro. Es ist fast schon eine Kunst, sich in dieser Preisliga zu bewegen, während sich die anderen Stadtviertel wie Schwabing-West (10.242 Euro) ebenfalls im oberen Preissegment tummeln. Acht Münchner Stadtviertel haben es in die Top Ten geschafft, während Hamburger Stadtteile wie Harvestehude (Platz 5, 10.241 Euro) und Rotherbaum (Platz 7, 9.859 Euro) die einzigen Ausnahmen bilden.
Ein Blick auf die Zahlen
Die Daten basieren auf den Quadratmeterpreisen von Bestandswohnungen und Einfamilienhäusern, die sich auf den Stand zum 1. Mai 2026 beziehen. Bei einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 8.207 Euro in München ist die Altstadt-Lehel mehr als 4.482 Euro teurer, was einer Erhöhung von 54,6% über dem Durchschnitt entspricht. Für alle, die denken, dass es in München auch günstigere Ecken gibt – ja, die gibt es! Aubing-Lochhausen-Langwied ist mit 7.009 Euro der günstigste Stadtteil, gefolgt von Feldmoching-Hasenbergl (7.300 Euro) und Ramersdorf-Perlach (7.332 Euro). Aber selbst die günstigsten Stadtviertel in München liegen über dem Preis von Dahlem, dem teuersten Stadtteil in Berlin, wo man für 7.190 Euro Quadratmeterpreis hinblättern muss.
Die Wohnungspreise variieren erheblich. Zum Beispiel liegt der Durchschnittspreis für eine 1-Zimmer-Wohnung bei 8.836 Euro, während 2-Zimmer-Wohnungen im Schnitt 8.280 Euro kosten. Interessanterweise ist der Preis für 3-Zimmer-Wohnungen auf 8.184 Euro gesunken, mit einer Veränderung von -1,91%. Aber das ist nicht alles! Die Preise für Einfamilienhäuser sind ebenfalls im Rückgang – der Durchschnittspreis liegt bei 8.854 Euro, was einem Rückgang von -4,75% entspricht.
Teure Träume und Realität
Es ist wirklich erstaunlich, wie sich der Immobilienmarkt in München verhält. Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und sogar Doppelhaushälften zeigen alle eine Tendenz zu sinkenden Preisen – die Doppelhaushälfte liegt beispielsweise bei 8.517 Euro, was einem Rückgang von -5,64% entspricht. Man könnte sich fragen, ob die Münchner irgendwann auf die Idee kommen, sich in den günstigeren Stadtteilen niederzulassen, aber die Anziehungskraft der teureren Viertel ist einfach zu stark.
Die Zahlen sind da, sie erzählen eine Geschichte von Aufstieg und fallenden Preisen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass sich die Menschen an den Gedanken gewöhnen, dass das Wohnen in München nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Lebensstils ist. Wer hier lebt, lebt intensiver – in jedem Sinne des Wortes.