Es ist ein trister Tag für die Gastronomie in Hamburg, denn der Foodcourt „TamTam“ im Hanseviertel hat Insolvenz angemeldet. Nach nur einem halben Jahr im Betrieb unter der Leitung von Tim Plasse wird der Traum von vielseitiger, erschwinglicher Küche und aufregenden Events vorerst auf Eis gelegt. Plasse, der das „TamTam“ erst im Juli 2024 eröffnet hat, sieht sich nun mit der Realität eines vorläufigen Insolvenzverfahrens konfrontiert. Schockiert und enttäuscht hat er angekündigt, bis Ende des Monats Betriebsferien zu machen, während er hinter den Kulissen um eine Lösung kämpft.

Die Schwierigkeiten, die zur Schließung führten, scheinen vor allem auf Unstimmigkeiten zwischen dem Immobilieneigentümer und dem Betreiber zurückzuführen zu sein. Der Eigentümer hat sich offenbar entschieden, nicht mehr in die Fläche zu investieren, was Plasse in eine undankbare Lage brachte. Trotz aller Bemühungen, eine Einigung zu erzielen, blieb ihm keine andere Wahl, als den Insolvenzantrag zu stellen. Es ist traurig, wenn man bedenkt, dass er das „TamTam“ als einen Ort mit großem Potenzial, einem „Rohdiamanten“, beschrieben hat.

Die Lage der Gastronomie

Der Fall des „TamTam“ ist leider nicht isoliert. Die Gastronomie in Deutschland steckt in einer ernsten Krise, die seit der Pandemie immer schlimmer geworden ist. Laut einer Untersuchung von Creditreform mussten seit 2020 Zehntausende Restaurants und Lokale schließen. Allein in den Jahren 2024 und 2025 gaben rund 24.500 Gaststätten auf. Die Gründe sind vielfältig: Pandemie, Energiekrise und Inflation. Die Zahl der Insolvenzen stieg im Jahr 2025 um fast 30 Prozent – ein besorgniserregender Trend, der nicht nur die großen Ketten, sondern vor allem viele kleine, inhabergeführte Betriebe betrifft.

Die Belastungen durch kurzfristige Verbindlichkeiten und der Mangel an Eigenkapital sind für viele Gastronomiebetriebe zu einer echten Herausforderung geworden. Über 38 Prozent der Unternehmen haben weniger als 10 Prozent Eigenkapital, und mehr als ein Drittel arbeitet mit einer negativen Gewinnmarge. In einem solchen Klima sind die Rahmenbedingungen für die Gastronomie alles andere als rosig, und Plasse hat dies auch in seinen Aussagen betont. Er fordert bessere Rahmenbedingungen für die Gastronomie in Innenstadtlagen, was in Anbetracht der aktuellen Wirtschaftslage mehr als verständlich ist.

Ein Blick in die Zukunft

Ob das „TamTam“ nach den angekündigten Betriebsferien wieder öffnet oder endgültig schließt, bleibt abzuwarten. Plasse selbst ist sich unsicher, ob er der Hamburger Gastronomie erhalten bleibt, plant jedoch keine vollständige Rückkehr aus dem Norden. Es bleibt zu hoffen, dass er trotz dieser Rückschläge an seinem Konzept festhält und vielleicht eines Tages eine neue Chance erhält. Denn das Potenzial für innovative Gastronomie ist in Hamburg durchaus vorhanden. Es wäre schade, wenn dieser Traum, so frisch und vielversprechend, endgültig begraben würde.

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In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie es weitergeht. Die Gastronomie braucht dringend einen Aufschwung. Besonders in Zeiten wie diesen, wo viele Betriebe ums Überleben kämpfen, sind solche Geschichten besonders bitter. Vielleicht wird das „TamTam“ eines Tages wieder erstrahlen – als ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten, die die Gastronomie bietet.