Das „Docks“ – ein Name, der seit 1988 in der Hamburger Musikszene fest verankert ist und vielen von uns unvergessliche Nächte beschert hat. Doch jetzt wird es Zeit für einen Wechsel. Der Mietvertrag am Spielbudenplatz endet am 31. März 2027, und das bedeutet, dass sich der Club in eine neue Heimat begibt. Vorübergehend wird das „Docks“ in die Hamburger Meile, genauer gesagt nach Barmbek-Süd, umziehen. Ein spannendes Kapitel beginnt und mit ihm einige Veränderungen.

Die neue Location, die früher als Bar „Rouge – Club de Paris“ diente, bietet mit ihren 700 Quadratmetern genug Platz für bis zu 1000 Besucher. Da bleibt genug Raum, um die Tanzfläche zum Beben zu bringen! Der Betreiber plant, rund 2,1 Millionen Euro in den neuen Standort zu investieren. Barrierefreiheit und Schallschutzmaßnahmen stehen auf der Liste – schließlich soll das Feiern so unbeschwert wie möglich sein. Und hey, bis zu 250.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 sollen ebenfalls fließen, um das Ganze noch attraktiver zu gestalten.

Ein neuer Anfang in Barmbek-Süd

Der Mietvertrag für die neue Örtlichkeit soll zehn Jahre laufen, mit der Möglichkeit, ihn um fünf weitere Jahre zu verlängern. Der Name des Clubs am neuen Standort ist zwar noch nicht endgültig, aber das hält die Vorfreude nicht auf. SPD und Grüne unterstützen den Umzug – ein gemeinsames Anliegen, das die Hamburger Clubkultur stärken soll. Die Hamburgische Bürgerschaft wird am 1. Juli über einen entsprechenden Antrag entscheiden. Das lässt uns hoffen, dass die Pläne bald Realität werden.

Während das „Docks“ sich in die neue Heimat begibt, wird die „Markthalle“ vorübergehend in die Räumlichkeiten des „Docks“ einziehen. Ihr Gebäude am Klosterwall muss saniert werden, also ist das eine praktische Lösung für alle Beteiligten. Nach der Sanierung wird die „Docks“-Fläche modernisiert und neu ausgeschrieben. Aber es gibt auch kritische Stimmen – CDU-Bürgerschaftsabgeordneter Julian Herrmann äußert Bedenken hinsichtlich möglicher Lärmbelastungen und Anwohnerbelästigungen am neuen Standort. Ein Thema, das sicher viele beschäftigen wird.

Die Bedeutung der Clubkultur in Hamburg

Hamburg hat sich den Titel „Live-Musik-Hauptstadt Deutschlands“ redlich verdient. Die einzigartige Dichte an Musikclubs macht die Stadt zu einem Schmelztiegel für Begegnungen und Diversität. Musikclubs sind nicht nur Orte des Feierns, sondern auch soziale Schutzräume, in denen sich Menschen begegnen und austauschen können. 2010 wurde die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg gegründet, um genau diese wichtigen Kulturräume zu fördern und zu erhalten. Sie arbeitet unabhängig und gemeinnützig, ohne parteipolitische Einflüsse, und setzt sich für Nachhaltigkeit und Solidarität in der Clubkultur ein.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Herausforderungen sind groß – die Corona-Pandemie, steigende Mieten und die digitale Transformation machen der Clublandschaft zu schaffen. Doch die Stiftung sieht sich als solidarischer Partner für die Hamburger Clubkultur und bringt Expertise und Engagement direkt in die Szene ein. Es bleibt zu hoffen, dass mit dem Umzug des „Docks“ ein neuer Wind weht und der Club weiterhin ein Ort bleibt, an dem die Musik lebendig ist und die Menschen zusammenkommen.