Das Holthusenbad in Hamburg-Eppendorf wird ab Montag für mindestens acht Monate geschlossen. Die Planungen sehen vor, dass die Wiedereröffnung erst Ende Januar 2027 stattfinden kann. Grund für die lange Schließzeit sind notwendige Sanierungsmaßnahmen, die unter anderem einen neu gestalteten, barrierefreien Umkleide- und Sanitärraum sowie neue Toiletten und Fenster umfassen. Besondere Komplikationen ergeben sich durch Schadstoffe in der Kuppeldecke, was die Arbeiten insgesamt aufwendiger gestaltet, wie ndr.de berichtet.
Neben dem Hallenbad bleibt auch das zugehörige Freibad geschlossen. Damit gibt es in Hamburg vorübergehend nur noch fünf beheizte Ganzjahresfreibäder. Das erste Freibad, das geöffnet hat, ist das Naturbad Stadtparksee, doch andere Freibäder werden abhängig vom Wetter folgen. Aktuell ist es allerdings nachts noch zu kalt für eine Öffnung, so Michael Dietel von Bäderland, der zudem erklärt, dass nur ein Bad geöffnet bleibt, um ständiges Auf- und Zuklappen zu vermeiden.
Maßnahmen und Unterstützung
Die geplanten Arbeiten im Holthusenbad sind alles andere als geringfügig: Neben Malerarbeiten an den historischen Umkleidekabinen werden auch die WC-Anlagen in der Sauna erneuert sowie Teile der Kuppeldecken modernisiert. Diese Arbeiten erfordern große Flächen zur Baustelleneinrichtung und gefährden die Ruhe der Umgebung durch Lärm, was die vollständige Schließung des Bades unabdingbar macht, wie baederland.de anmerkt. Während der Schließung werden die Schwimmkurse auf Einrichtungen in Wandsbek und umliegenden Stadtteilen verlagert, darunter das Kaifubad und die Bartholomäustherme.
Ein Problem, das besonders schwer wiegt: Rund die Hälfte der Grundschüler hat keine oder kaum Erfahrung im Wasser. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, gibt es an drei Aktionstagen individuelle Unterstützung beim Schwimmenlernen. Das Personal des Holthusenbads wird während dieser Zeit in anderen Bädern eingesetzt, und die Situation mit den Fachkräften hat sich im Vergleich zum Vorjahr entspannt.
Investitionen in die Zukunft
Im Kontext dieser Entwicklungen ist es besonders bemerkenswert, dass Hamburg weiterhin in die sportliche Infrastruktur investiert. So wird beispielsweise das MidSommerland in Harburg nach knapp 30 Jahren mit einer neuen Schwimmhalle für Schwimmlernangebote und Vereinssport modernisiert. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans, auch hier auf 65 Prozent erneuerbare Energien umzustellen. Die umfangreichen Renovierungen sollen bis ins 2. Quartal 2027 abgeschlossen sein, wobei auch dieses Projekt von öffentlichen Mitteln unterstützt wird, wie die Stadt Hamburg in einer Mitteilung erläutert hamburg.de.
Hamburg zeigt somit ein verantwortungsvolles Händchen für die Verbesserung ihrer Bäderlandschaft, und trotz der temporären Schließungen zeigt die Stadt, dass sie an einer langfristigen Lösung und Aufwertung der Schwimmangebote für die Bevölkerung arbeitet. Auf die bevorstehenden Verbesserungen im Holthusenbad kann sich die Allgemeinheit ab Januar 2027 freuen.