Das Holthusenbad in Hamburg-Eppendorf ist ein echtes Juwel unter den Schwimmbädern der Hansestadt. Doch jetzt heißt es erst einmal: bis bald! Ab Montag ist das Bad für mindestens acht Monate geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für Ende Januar 2027 geplant. Die Gründe für die Schließung sind vielfältig, aber vor allem die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen stehen im Fokus. Diese beinhalten nicht nur einen neuen barrierefreien Umkleide- und Sanitärraum, sondern auch neue Toiletten und Fenster. Ein echtes Rundum-Paket, könnte man sagen!
Die Sanierungsmaßnahmen werden jedoch durch Schadstoffe in der Kuppeldecke des Gebäudes kompliziert, was die Arbeiten erheblich verlängert. Ein ganz schöner Brocken, den die Stadt da zu bewältigen hat! Aber keine Sorge, das Freibad wird ebenfalls geschlossen, sodass man sich hier nicht zwischen verschiedenen Angeboten entscheiden muss. Im ganzen Stadtgebiet stehen nur noch fünf beheizte Ganzjahresfreibäder zur Verfügung. Das Naturbad Stadtparksee hat bereits als erstes Sommerfreibad geöffnet, aber der Rest öffnet nur, wenn das Wetter mitspielt. Nachts ist es zurzeit noch zu kalt, um ins Wasser zu springen.
Ein Stück Geschichte geht in die Revision
Das Holthusenbad wurde bereits 1914 eröffnet und trägt die Handschrift von Fritz Schumacher, einem Architekten, der Hamburg nachhaltig geprägt hat. Es ist nicht nur die älteste Anlage, sondern auch die einzige mit Wellenbad. Während der Schließung werden viele Schwimmkurse in das Wandsbeker Schwimmbad verlegt, wo die Kinder weiterhin das Schwimmen lernen können. Interessanterweise haben etwa die Hälfte der Grundschüler in Hamburg keine Erfahrung im Wasser! An drei speziellen Aktionstagen erhalten die Kleinen sogar Unterstützung beim Schwimmenlernen. Das ist doch eine tolle Initiative!
Die geplanten Arbeiten umfassen auch die Erweiterung der Alarmierungsanlage und Malerarbeiten an den historischen Umkleidekabinen. Zudem werden die WC-Anlagen der Sauna im Erdgeschoss erneuert, und es wird eine neue Dämmung des Gewölbes geben. Das Ganze ist laut den Verantwortlichen ziemlich lärmintensiv und benötigt große Flächen für die Baustelleneinrichtung, Reinigung und Entsorgung. Daher muss der Betrieb des Holthusenbades vollständig eingestellt werden. Das Freibad kann nicht separat betrieben werden, da die sanitären Anlagen und Umkleiden nur im Gebäude vorhanden sind.
Herausforderungen in der Schwimmbadlandschaft
Michael Dietel von Bäderland erklärt, dass man derzeit nur ein Bad geöffnet lässt, um häufiges Öffnen und Schließen zu vermeiden. Das Personal des Holthusenbads wird in anderen Bädern eingesetzt, was die Situation entspannter macht als im Vorjahr. Dennoch sucht Bäderland weiterhin nach Fachkräften für die kommende Sommersaison. Man darf nicht vergessen, dass diese Schließung Auswirkungen auf die gesamte Schwimmbadlandschaft in Hamburg hat.
Ein weiteres Beispiel ist das MidSommerland in Harburg, das nach knapp 30 Jahren in Betrieb ebenfalls eine bauliche und technische Modernisierung benötigt. Geplant ist eine Erweiterung um eine sportlich nutzbare Schwimmhalle. Doch auch hier gibt es Verzögerungen, die zu unerwarteten Kostensteigerungen führten. Jens Kerstan, der Umwelt-Senator, unterstreicht die Dringlichkeit dieser Modernisierungen. Es gibt also viel Bewegung im Bereich der öffentlichen Badeanstalten in Hamburg, und wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft bringt!