In Hamburg tut sich was für die Sicherheit im Straßenverkehr: Altona plant ein Pilotprojekt für die Einführung smarter Zebrastreifen, die besonders für Schulkinder entworfen wurden. Der Antrag, der von der CDU-Fraktion und FDP initiiert wurde, hat in der Bezirksversammlung einstimmige Zustimmung erhalten. Die neuen Zebrastreifen sollen vor Schulen, an Bushaltestellen und an stark befahrenen Straßen installiert werden. Mit dieser Maßnahme wollen die Verantwortlichen Aufklärung schaffen, denn die Aufzeichnungen der Innenbehörde zeigen: Im Jahr 2024 hat es insgesamt 93 Schulwegunfälle in Hamburg gegeben, was besorgniserregend ist. Mopo berichtet, dass nun die zuständige Fachbehörde prüfen muss, an welchen Standorten die smarten Lösungen tatsächlich umgesetzt werden können.
Die Technologie hinter diesen smarten Zebrastreifen ist ebenso innovativ wie einfach: Sensoren erkennen wartende Fußgänger und aktivieren akustische sowie visuelle Signale, die Autofahrer warnen, wenn jemand die Straße überqueren möchte. Dieses System könnte helfen, vor allem in den dunkleren Monaten oder an unübersichtlichen Stellen die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen. Auch im Bezirk Eimsbüttel wurde bereits ein ähnlicher Antrag von der grün-roten Regierungskoalition initiiert, wobei hier die Technik aktuell nur in Saarbrücken getestet wird. NDR hebt hervor, dass die Zebrastreifen zusätzlich sensorgesteuerte Markierungen verwenden, die Licht auf die Fahrbahn projizieren und ebenfalls zur Sicherheit beitragen sollen.
Die vorgeschlagenen Standorte in Eimsbüttel
Für das Pilotprojekt in Eimsbüttel wurden vier Standorte vorgeschlagen:
- Holsteiner Chaussee/Burgwedelkamp (hohe Verkehrsdichte)
- Kreisel Heußweg/Tornquiststraße (viele Schulkindern)
- Zebrastreifen Vogt-Kölln-Straße Höhe Jütländer Allee
- Übergang zu den Sportplätzen und Zebrastreifen Wördemannsweg auf dem Stellinger Deckel
Die Verantwortung für die Einrichtung der smarten Zebrastreifen liegt jedoch nicht beim Bezirk selbst, sondern bei der Innen- und Verkehrsbehörde. Der Antrag von Grünen und SPD fordert, dass der Bezirksamtsleiter sich aktiv bei den entsprechenden Fachbehörden für das Projekt einsetzt, um dessen Umsetzung voranzutreiben. Die Abstimmung über den Antrag steht bereits auf der Agenda der nächsten Bezirksversammlung. Damit könnte Eimsbüttel schon bald eine Vorreiterrolle in der sicheren Verkehrsplanung übernehmen.