Heute ist der 29. Mai 2026 und in Eimsbüttel brodelt es. Hier, wo die Straßen von bunten Cafés und lebhaften Plätzen geprägt sind, hat ein Skandal die politische Landschaft erschüttert. Ein führender CDU-Politiker sieht sich ernsten Vorwürfen ausgesetzt – Verleumdung steht im Raum. Der Grund? Aufkleber, die in der Nachbarschaft aufgetaucht sind und Drogen sowie sexuelle Dienstleistungen anbieten. Das hat nicht nur die Anwohner aufgeschreckt, sondern auch die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.
Wie aus einem schlechten Krimi – Anrufer landeten direkt bei zwei CDU-Mitgliedern, nachdem sie die Nummern auf den Stickern gewählt hatten. Eindeutige Hinweise, die NDR 90,3 aufgedeckt hat, werfen ein schiefes Licht auf die Partei. Der Name des Politikers ist der Redaktion bekannt, doch die Unschuldsvermutung gilt. Die CDU-Fraktion in Eimsbüttel hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert. Fraktionschef Rüdiger Kuhn bat um Verständnis, da sie den Vorgang nicht vollständig kennen. Das macht die Sache nicht weniger brisant, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Fraktion erst vor kurzem wegen einer Trunkenheitsfahrt eines Abgeordneten in die Schlagzeilen geriet. Irgendwie wirkt das alles wie ein Teufelskreis.
Ein schmutziges Spiel
Die Situation hat sich in den letzten Wochen zugespitzt. Laut Berichten von Eimsbütteler Nachrichten ist gegen mehrere Politiker der CDU eine Schmutzkampagne im Gange. Zwei ihrer Mitglieder wurden gezielt mit diesen kompromittierenden Aufklebern schikaniert. Sie prangern nicht nur den politischen Alltag an, sondern auch die Privatsphäre der Betroffenen – die Sticker enthalten deren persönliche Telefonnummern. Eine Anzeige wurde bereits erstattet, und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verleumdung. Letzte Woche kam es sogar zu einer Durchsuchung bei einem Tatverdächtigen, bei der ein Datenträger sichergestellt wurde. Wer steckt hinter diesem schmutzigen Spiel? Möglicherweise ein Parteikollege – das ist schon fast wie in einem Politthriller.
Rüdiger Kuhn, der Fraktionsvorsitzende, hat sich besorgt über die zunehmenden Angriffe und Schikanen geäußert. Diese Thematik ist nicht neu, denn die CDU in Eimsbüttel kämpft gerade gegen die Nachwirkungen eines anderen Skandals: Maxim Loboda wurde im April aus der Bezirksfraktion ausgeschlossen. Es scheint, als ob die politische Landschaft hier immer rauer wird. Schikanen wie Denunzierungen, Stalking und Fake-Mitgliedschaften sind an der Tagesordnung. Dabei kommen die Angriffe von verschiedenen politischen Seiten – sowohl von rechtsextremen als auch von linksextremen Gruppen. Die CDU kann viele dieser Vorfälle nicht mehr zur Anzeige bringen. Das ist beunruhigend.
Ein alarmierender Trend
Doch Eimsbüttel ist nicht allein. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Gewaltdelikte gegen Parteien und deren Vertreter auf 5.140. Besonders betroffen sind die CDU und die AfD. Verleumdungen und Beleidigungen sind häufige Delikte. Im Vergleich zu 2024, wo noch 3.690 Taten registriert wurden, zeigt sich ein besorgniserregender Anstieg. Ein möglicher Grund für diesen Anstieg könnte der Wahlkampf zu Beginn des Jahres 2025 sein, der die politischen Spannungen zusätzlich angeheizt hat.
Die CDU verzeichnete 1.171 Straftaten im Jahr 2025 – ein alarmierender Anstieg im Vergleich zu rund 420 im Jahr 2024. Das sind keine Zahlen, die man einfach ignorieren kann. Gabor Gottlieb von der SPD und Benjamin Schwanke von der FDP äußern sich besorgt über die Übergriffe auf politisch Engagierte. Auch Mikey Kleinert von der Linksfraktion berichtet von Beleidigungen und Zustimmung, die er und andere Mitglieder regelmäßig erleben. Die Grünen in Eimsbüttel haben bisher nicht auf die Vorfälle reagiert. Man fragt sich, was als Nächstes passiert. Wo führt das alles hin?