Im Wilhelmsburger Inselpark war am vergangen Dienstag die Spannung zum Greifen nah. Die Veolia Towers Hamburg sicherten sich mit einem packenden 91:86-Sieg nach Verlängerung gegen die Rostock Seawolves nicht nur den Sieg im begehrten Nordduell, sondern auch den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga. Laut NDR war es ein wahrer Krimi, der die 2.343 Zuschauer in Atem hielt.
Von der ersten Minute an war klar, dass es kein einfaches Spiel für die Hamburger werden würde. Nach einem zerfahrenen ersten Viertel, in dem Hamburg zunächst mit 11:6 führte, schaffte es Osaro Rich mit einem Korbleger, die Towers im zweiten Viertel auf 40:32 abzusetzen. Doch Rostock konterte stark: Nach der Halbzeitpause brachte TJ Crockett die Gäste durch zwei Dreier mit 56:54 in Führung. Bis zur letzten Minute der regulären Spielzeit war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Rostocker mit einem 68:62-Vorsprung in den Schlussabschnitt führten. Basketball World berichtet, dass D’Shawn Schwartz den möglichen Sieg für Rostock mit dem letzten Wurf vergab, sodass das Spiel nach 80:80 in die Verlängerung ging.
Starke Nerven und ein entscheidender Dreier
In der Verlängerung bewiesen die Hamburger die besseren Nerven. Kenneth Ogbe war der Held des Abends, als er sieben Sekunden vor Schluss einen entscheidenden Dreier traf. „Es war richtig schön, dass wir da nicht aufgegeben haben“, sagte Ogbe nach dem Spiel. Sein Einsatz war besonders wertvoll, denn der Klassenerhalt war überlebenswichtig für das Team, das nach einem katastrophalen Saisonstart im Dezember als sicherer Absteiger galt.
Bester Scorer der Hamburger war Devon Daniels mit 22 Punkten und sechs Assists, gefolgt von L.J. Thorpe, der 15 Punkte erzielte und zudem neun Assists beitrug. Auf Seiten der Rostocker war T.J. Crockett mit 25 Punkten und Phil Greene IV mit 16 Punkten die erfolgreichsten Schützen. Während die Hamburger mit besseren Wurfquoten glänzten, nahmen die Rostocker im Spiel insgesamt beachtliche 49 Dreier.
Ein leichter Hoffnungsschimmer für die Playoffs
Mit diesem Sieg haben die Towers nun fünf Siege mehr als der Tabellen-17. MLP Academics Heidelberg und das Schlusslicht Löwen Braunschweig. Vielleicht ist wieder ein Lichtblick in Sicht, denn mit vier noch ausstehenden Spielen haben die Hamburger nun sogar eine kleine Chance auf einen Platz in den Playoffs. „Das haben wir uns hart erarbeitet“, schloss ein erleichterter Coach nach dem Abpfiff ab.
Die Hamburger Fans können also aufatmen und auf weitere packende Spiele in der laufenden Saison hoffen. Detaillierte Informationen über die Bundesliga gibt es auf der Seite von Kicker.