Die Welt der Fotografie in Hamburg wird noch strahlender, denn die beeindruckende Sammlung des Hamburger Fotografen F.C. Gundlach wird für mindestens 20 Jahre als Dauerleihgabe in den Deichtorhallen Hamburg verbleiben. Diese Entscheidung, die durch einen verlängerten Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Hamburg, den Deichtorhallen und der Stiftung F.C. Gundlach besiegelt wurde, sorgt für große Freude unter Kunstliebhabern. Mit einer Erweiterung um 5.000 weitere Werke wird die Sammlung nun insgesamt 14.000 Meisterwerke umfassen, die bis mindestens 2046 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die Sammlung wird den Titel „Sammlung F.C. Gundlach“ tragen und umfasst beeindruckende Schwerpunkte wie abstrakte Fotografie, subjektive Fotografie sowie Landschafts- und Objektfotografie. Eine neue Ausstellungsfläche von rund 200 Quadratmetern wird derzeit saniert, um den Besuchern ein noch besseres Erlebnis zu bieten. Die Bauarbeiten sollen bis 2028 abgeschlossen sein. Darüber hinaus wird die Leihgabe eine Sammlerbibliothek von Gundlach mit über 10.000 Bänden beinhalten, die im Haus der Fotografie präsentiert wird.

Ein Erbe voller Kreativität

Dirk Luckow, der Intendant der Deichtorhallen, äußerte sich positiv über die Sammlung und deren Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit. Er betonte, dass die Fortsetzung der Kooperation ein Gewinn für Hamburg und die Weiterentwicklung des Hauses der Fotografie sei. F.C. Gundlach, der 2021 verstorben ist, hatte die Bewahrung und Präsentation seiner Sammlung in die Satzung seiner Stiftung aufgenommen. Diese Initiative ist besonders wichtig, da Gundlach in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Zu Ehren des Fotografen werden in Hamburg mehrere Ausstellungen stattfinden.

F.C. Gundlach gilt als einer der bedeutendsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Seine Werke haben nicht nur Stars wie Romy Schneider und Cary Grant ins rechte Licht gerückt, sondern auch gesellschaftliche Strömungen und Phänomene der Bildenden Kunst reflektiert. Er wurde am 16. Juli 1926 in Heinebach geboren und hinterließ ein bemerkenswertes Erbe als Fotograf, Galerist, Sammler, Hochschullehrer und Kurator. Im September 2003 wurde er Gründungsdirektor des Hauses der Fotografie in den Deichtorhallen Hamburg und prägte die Fotografie-Szene nachhaltig.

Ein Blick auf sein Lebenswerk

Seine Karriere begann Gundlach nach dem Besuch der Private Lehranstalt für Moderne Lichtbildkunst in Kassel von 1946 bis 1949. Ab 1949 arbeitete er als freiberuflicher Fotograf und veröffentlichte zahlreiche Theater- und Filmreportagen in renommierten Magazinen wie der Deutschen Illustrierten, Stern, Quick und Revue. Seine Spezialisierung auf die Modefotografie nahm 1953 ihren Lauf, als er für die Zeitschrift Film und Frau arbeiten begann. Im Laufe der Jahre fotografierte er zahlreiche Persönlichkeiten aus der Mode- und Filmwelt und unternahm spannende Reisen in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten sowie nach Mittel- und Südamerika.

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New York wurde zu einem weiteren wichtigen Standort für sein fotografisches Schaffen. Mit einem Exklusiv-Vertrag bei der Zeitschrift Brigitte prägte er bis 1989 über 160 Titelcover und mehr als 5.000 Seiten im redaktionellen Modeteil. Gundlach blieb bis ins hohe Alter aktiv, fungierte als Förderer junger Fotografietalente und beriet im Bereich Fotografie. Seine Einzelausstellungen fanden in vielen Museen und Galerien im In- und Ausland statt, darunter die bedeutenden Ausstellungen ModeWelten (1985) und F.C. Gundlach. Das fotografische Werk (2008).

Die Entscheidung, seine Sammlung in den Deichtorhallen zu belassen, ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung für Gundlachs Lebenswerk, sondern auch ein bedeutender Schritt für die Kulturelle Landschaft Hamburgs. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) bezeichnete die Fortsetzung der Kooperation als Gewinn für die Stadt und die Weiterentwicklung des Hauses der Fotografie.

Die Sammlung F.C. Gundlach wird also nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch ein aufregender Ausblick in die Zukunft der Fotografie in Hamburg sein.