Zugchaos bei Lüneburg: Stellwerksausfall bringt Fernverkehr zum Stillstand!
Ein unerwarteter Stellwerksausfall in Deutsch Evern, nahe Lüneburg, sorgt seit Mittwochnachmittag für erhebliche Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Betroffen sind sowohl der Fernverkehr zwischen Hamburg und Berlin als auch der Regionalverkehr. Laut NDR ist es aktuell nur möglich, dass ein Zug pro Stunde und Richtung über Deutsch Evern fährt. Diese Situation hat bereits zu einer Stauung der Züge in diesem Abschnitt geführt, was die Reisezeiten erheblich verlängert.
Die Deutsche Bahn (DB) rechnet damit, dass die Störung bis Donnerstagvormittag behoben sein wird. Bis zur vollständigen Wiederherstellung des regulären Fahrplans bleibt jedoch unklar, wann alle Züge wieder planmäßig fahren können. Der Abendverkehr war bisher nicht übermäßig voll, was einigen Reisenden zugutekommt. Die DB empfiehlt, Alternativverbindungen über Hannover zu nutzen, um die Wartezeiten und Verspätungen zu minimieren.
Auswirkungen auf den Regionalverkehr
Die Auswirkungen des Stellwerksausfalls zeigen sich auch in Verspätungen und Ausfällen auf den Linien RE3 und RB31 zwischen Hamburg und Uelzen. Mindestens zwei Züge zwischen Lüneburg und Uelzen wurden bereits gestrichen. Um Reisenden dennoch eine Möglichkeit zu bieten, haben die Verantwortlichen ein vorläufiges Konzept für den Abend aufgestellt: Vier ICE-Züge zwischen Lüneburg und Uelzen können künftig auch ohne ein entsprechendes Ticket genutzt werden. Reisende werden außerdem gebeten, auf den fahrenden Ersatzverkehr auszuweichen.
Für die Nacht ist geplant, dass die Strecke bis 5.30 Uhr nur vom Güterverkehr befahren wird. Hintergrund sind außerdem Bauarbeiten entlang der Strecke zwischen Hamburg und Hannover, die vor einer Woche begonnen haben. Diese Maßnahmen ergänzen die laufenden Sanierungsarbeiten zwischen Hamburg und Berlin, die seit August 2025 in der Umsetzung sind. Erfreulicherweise wurde ein Teil der Strecke am 15. Mai freigegeben, doch die vollständige Befahrbarkeit wird erst ab dem 14. Juni gewährleistet sein.
Vorbereitung auf die kommenden Wochen
Die Lage bleibt also spannend für Pendler und Reisende in der Region. Von Hamburg über Lüneburg nach Berlin mussten einige Züge umgeleitet werden, und auch der Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Hannover wird aufgrund der Bauarbeiten weiterhin aufrechterhalten. Ab Mitte Juni sollen die Züge dann endlich wieder regulär bis nach Berlin fahren können. Bis zum 10. Juli wird der Fernverkehr jedoch weiterhin umgeleitet.
Für aktuelle Informationen rund um den Bahnverkehr empfiehlt es sich, die Plattform DB Fahrplan zu nutzen. Dort erhalten Reisende einen Überblick über aktuelle Zugausfälle, Streckenunterbrechungen sowie praktische Informationen zu Abfahrtszeiten und Verspätungen.
