In Hamburg-Mitte hat sich in den vergangenen Jahren viel getan, insbesondere im Bereich der Stadtentwicklung. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das RISE-Fördergebiet „Entwicklungsraum Billstedt/Horn“, das historische Ortskerne sowie die Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg umfasst. Mit rund 18.000 Einwohnern erstreckt sich das Gebiet zwischen der A24 und der B5, vom Horner Kreisel im Westen bis zur Landesgrenze im Osten. Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein, betont den erfolgreichen Abschluss der Fördergebiete und die Stärkung lebendiger Wohnquartiere, während Ralf Neubauer, der Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, es als das größte Städtebaufördergebiet Deutschlands mit einem integrierten Entwicklungskonzept beschreibt.

In den letzten 20 Jahren wurden in Billstedt und Horn beeindruckende 59 Millionen Euro investiert, darunter 24,6 Millionen Euro aus RISE-Mitteln, 23,4 Millionen Euro aus weiteren Hamburger Mitteln, 4 Millionen Euro aus EU-Strukturfonds sowie 7 Millionen Euro aus privaten Mitteln. Über 380 Projekte wurden in dieser Zeit umgesetzt, während in Mümmelmannsberg insgesamt ca. 62,5 Millionen Euro geflossen sind, um rund 80 Projekte zu realisieren. Zu den wichtigen RISE-Projekten zählen das Stadtteilhaus Horner Freiheit, der Erweiterungsbau des Kultur Palastes Hamburg und das Haus der Begegnung „Hafertreff“. Zudem wurden Sport- und Freizeitangebote wie die Modernisierung des Billstedter-Hein-Klink-Stadions und ein neues Hockeyfeld in Horn geschaffen.

Entwicklung des Billstedt-Zentrums

Ein wesentlicher Bestandteil des RISE-Fördergebiets ist das Billstedt-Zentrum, das 2017 als Sanierungsgebiet festgelegt wurde und im Jahr 2020 von „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu „Lebendige Zentren“ übergeleitet wurde. Das Billstedt-Zentrum bietet zentrale Funktionen im Hamburger Osten und beheimatet etwa 5.000 Einwohner. Es umfasst Einkaufsmöglichkeiten, eine U-Bahn-Haltestelle und einen Wochenmarkt. Aktuell läuft die zweite Zwischenbilanzierung des Gebietsentwicklungsprozesses, die bis Ende 2023 andauert. Ein integriertes Entwicklungskonzept (IEK) wurde bereits 2017 erarbeitet und 2021 fortgeschrieben, um die städtebaulichen, verkehrlichen, ökonomischen und freiraumplanerischen Strategien weiterzuentwickeln.

Das Ziel des IEK ist die Schaffung von bis zu 500 neuen Wohnungen durch Innenentwicklung und Neuordnung. Dabei stehen Wohnungsneubau, Bestandsentwicklung und die Förderung des Einzelhandels im Fokus. Zu den ersten Projekten gehören Parkraummanagement, eine Fahrradroute sowie die Umgestaltung der Billstedter Hauptstraße. Umbaumaßnahmen in der Fußgängerzone und auf der Marktplatzfläche sind bis Ende 2026 geplant. Die Ergebnisse der IEK-Fortschreibung zeigen, dass die Handlungsziele weiterhin geeignet sind, jedoch Anpassungen an den RISE-Leitfaden erforderlich sind.

Ausblick und zukünftige Maßnahmen

Für die letzten Maßnahmen sind bis Ende 2028 weitere 14 Millionen Euro vorgesehen, darunter 7 Millionen Euro RISE-Mittel. Die RISE-Förderung hat sich als entscheidend für die städtebauliche Aufwertung und soziale Stabilisierung von Quartieren mit Entwicklungsbedarf erwiesen. Hamburg verfügt derzeit über 25 RISE-Quartiere und insgesamt 27 Fördergebiete, die alle durch innovative Konzepte und Bürgerbeteiligung geprägt sind. Der nächste Schritt in diesem Entwicklungsprozess wird die Beschlussfassung der zweiten Zwischenbilanzierung am 20. Juni 2024 sein, die auch die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vom 9. Februar bis 8. März 2024 berücksichtigt.

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Die umfassenden Investitionen und Projekte im RISE-Fördergebiet „Entwicklungsraum Billstedt/Horn“ sind nicht nur ein Zeichen für den Fortschritt in der Stadtentwicklung, sondern auch für die aktive Mitgestaltung von Wohnräumen, die den Bedürfnissen der Bewohner gerecht werden. Weitere Informationen finden Sie in der detaillierten Pressemitteilung und in der Zweiten Zwischenbilanzierung des Gebietsentwicklungsprozesses.