Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 begeistert nicht nur die globalen Fans, sondern bringt auch wirtschaftliche Impulse für viele Clubs mit sich. Einer dieser Profiteure könnte der FC St. Pauli aus Hamburg sein, der bereits auf drei WM-Teilnehmer zählen kann. Jackson Irvine und Connor Metcalfe aus Australien haben zum Auftakt ihrer WM-Kampagne ein starkes Zeichen gesetzt: Sie besiegten die Türkei mit 2:0. Auch Eric Smith aus Schweden startete erfolgreich und gewann 5:1 gegen Tunesien. Nikola Vasilj aus Bosnien trennte sich 1:1 von Kanada, was die Chancen für St. Pauli auf hohe Einnahmen weiter erhöht.

St. Pauli steht vor der Möglichkeit, durch die guten Leistungen seiner Spieler in der Gruppenphase und möglicherweise darüber hinaus, die K.o.-Runde zu erreichen, von erheblichen finanziellen Vorteilen zu profitieren. Die FIFA hat ihre Ausgleichszahlungen pro Spieler und Tag auf 5.000 US-Dollar (rund 4.300 Euro) gesenkt. Zuvor lag dieser Betrag bei 11.000 US-Dollar (ca. 9.500 Euro). Diese Kürzung ist auf die Erweiterung des Turniers auf 48 Teilnehmer zurückzuführen, was die nötigen Zahlungen für die Qualifikationsphase beeinflusst hat. Trotz dieser Reduzierung rechnet St. Pauli jedoch mit Rekordeinnahmen von 461.533 Euro, was angesichts der vorangegangenen WM, bei der die Einnahmen für Irvine lediglich bei 268.000 Euro lagen, eine deutliche Steigerung darstellt, so dass Bild berichtet.

Erwartete Einnahmen und Chancen

Doch das Potenzial für zusätzliche Einnahmen endet nicht mit der Gruppenphase. Sollten die Spieler von St. Pauli und Australien das Sechzehntelfinale erreichen, winken weitere 80.000 Euro, falls Australien als Gruppen-Zweiter ins Turnier einzieht. Diese Mechanismen im Hintergrund verdeutlichen, wie sehr die Klubfinanzen von den Leistungen der Spieler in der WM abhängen können.

Die wirtschaftliche Dimension der WM 2026 geht weit über das Schicksal einzelner Spieler oder Klubs hinaus. Laut Tagesschau ist das Turnier eines der bedeutendsten wirtschaftlichen Ereignisse der Welt. Rund 6 Milliarden Menschen werden die Spiele aus der ganzen Welt verfolgen, und über 6 Millionen Fans sind in den Stadien zu erwarten. Die FIFA selbst wird der Hauptprofiteur des Events sein, mit geschätzten Einnahmen von 13 Milliarden Dollar im Rahmen des WM-Zyklus 2023-2026.

Schwierigkeiten für die Veranstalter

Bei aller Vorfreude sind die finanziellen Gewinne jedoch ungleich verteilt. Während die FIFA und Streaminganbieter hohe Profite einfahren, tragen die Gastgeberländer die hohen Kosten für Infrastruktur und Sicherheit, oft finanziert mit öffentlichen Geldern. Schätzungen zufolge könnte die WM zwar 17 Milliarden Dollar zur Wirtschaftsleistung der USA beitragen, dies ist jedoch im Verhältnis zum BIP von 30 Billionen Dollar nur ein kleiner Bruchteil (0,05%). Damit zeigt sich, dass der gesamtwirtschaftliche Nutzen für das Land überschaubar bleibt, während Einzelne, wie der FC St. Pauli, von den Erfolgen ihrer Spieler durchaus profitieren können.

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Zusammengefasst zeigt sich, dass für St. Pauli die WM sowohl ein finanzielles Risiko als auch eine Chance darstellt. Das Hamburger Team blickt mit hohen Erwartungen auf die Leistungen seiner WM-Teilnehmer und hofft auf einen finanziellen Aufschwung, welcher sich positiv auf die Vereinsfinanzen auswirken könnte.