Ein wenig Hoffnung auf einen Nichtabstiegsplatz für den FC St. Pauli II schien greifbar nah, doch der Stuhl der Kiezkicker wackelt weiterhin gewaltig. Im Nachholspiel gegen 1. FC Phönix Lübeck, das am Mittwochabend stattfand, musste sich St. Pauli II klar mit 0:3 geschlagen geben. Damit steht der Abstieg für die jungen Paulianer noch immer auf der Kippe.
Die Partie begann schleppend, ohne dass es zu echten Torchancen auf beiden Seiten kam. Plötzlich aber, in der 17. Minute, führte eine scharfe Flanke direkt zur Führung für Lübeck durch Luis. Die Kiezkicker tat sich schwer, das Spiel zu kontrollieren und ließen den Lübeckern zu oft das Feld überlassen. Der Halbzeitstand von 1:0 für Phönix Lübeck spiegelte die Mühen der St. Paulianer wider, die in der ersten Hälfte nicht die gewohnte Offensivpower zeigen konnten.
Ein Schlag ins Gesicht
Im zweiten Durchgang lief es für St. Pauli II nicht viel besser. In der 56. Minute machte es Lukas Krüger für Lübeck deutlich, indem er mit einem wuchtigen Schuss auf 2:0 erhöhte. Den Kiezkickern schien die Motivation abhanden gekommen zu sein, was in der 77. Minute mit dem dritten Gegentor bestraft wurde. Kraiev nutzte einen Patzer im Tor von St. Pauli II, um das Ergebnis auf 3:0 hochzuschrauben.
Mit diesen drei Zählern bewies Phönix Lübeck eine eindrucksvolle Reaktion auf die vorherige Derbyniederlage und zeigt sich dadurch hoch motiviert. St. Pauli II hingegen muss weiterhin um den Verbleib in der Liga kämpfen und ließ damit die Möglichkeit verstrichen, erstmals in dieser Saison die Abstiegsränge zu verlassen.
Die nächsten Schritte
Während Lübeck sich auf das kommende Heimspiel gegen SSV Jeddeloh II am Samstag um 14 Uhr vorbereitet, steht für St. Pauli II ein weiteres wichtiges Spiel auf dem Programm. Sie treten zeitgleich gegen den Nachwuchs von Hannover 96 an. Dort gilt es nun, den Kopf hochzuhalten und mit einer klaren Strategie gegen den Abstieg zu kämpfen.
Insgesamt zeigten sich die St. Paulianer mit zahlreichen Wechseln und Karten in einem hitzigen Spiel, welches auch in der 90. Minute nicht ohne Gemüter blieb, als Valentin Steinmetz eine gelbe Karte kassierte. Bleibt zu hoffen, dass sich die Kiezkicker schnell fangen und den nächsten Schritt zur Rettung machen können.