Könnte Harry Kane der Schlüssel zum ersten WM-Titel Englands seit 1966 sein?
Es war ein aufregender Tag für die englische Nationalmannschaft, als sie sich am 28. Juni 2026 in St. Pauli gegen Panama durchsetzten und mit einem 2:0-Sieg den Gruppensieg sicherten. Harry Kane, der Kapitän und Torgarant, krönte sein Spiel mit einem Kopfballtreffer, der ihn zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands machte – unglaubliche 11 Tore stehen nun auf seinem Konto. An dieser Stelle muss man Jude Bellingham erwähnen, der das Führungstor erzielte und gleichzeitig die Vorlage für Kanes zweiten Treffer lieferte. Eine wahre Show der beiden Spieler, die für Trainer Thomas Tuchel die Schlüsselspieler im Team sind.
Tuchel, der erst seit kurzem die Geschicke der Three Lions leitet, lobte die Leistung seiner Schützlinge und betonte die hohen Erwartungen, die auf dem Team lasten. „Wir sind hier, um um den Titel zu kämpfen“, so der Trainer, der bereits in der Vergangenheit mit verschiedenen Vereinen Erfolge feiern konnte. Dabei ist die Stimmung im Team durchaus positiv, auch wenn es einige Sorgen um die Verletzungen von Jarell Quansah und Reece James gibt – beide könnten für die K.-o.-Phase entscheidend sein.
Ein Blick auf die Vorrunde
In der Vorrunde hat England bereits eine Gala gegen Kroatien gefeiert, mit einem Remis gegen Ghana, und nun diesem klaren Sieg gegen Panama. Das Team hat sich stark präsentiert – auch wenn die Vergangenheit nicht immer rosig war. Erinnerungen an das 0:0 gegen Costa Rica bei der WM 2014 oder die schmerzhafte Niederlage gegen Island bei der Euro 2016 sind noch frisch. Doch mit Tuchel am Steuer könnte sich das Blatt wenden.
Die Erwartungen an Harry Kane sind hoch – nicht nur, weil er in dieser Saison 61 Tore für Bayern München erzielt hat und als Anwärter auf den Ballon d’Or gilt. Die Frage bleibt: Was passiert, wenn er aus dem Spiel genommen wird oder sich verletzt? Backup-Stürmer wie Ollie Watkins und Ivan Toney haben viel Potenzial, aber ob sie die gleiche Klasse wie Kane erreichen können, bleibt abzuwarten. Marcus Rashford, der zweitbeste Torschütze im Kader, war in den letzten Spielen eher zurückhaltend, während Bukayo Saka eine bessere Trefferquote aufweist, aber seit der Euro nur zwei Tore erzielt hat.
Die Rolle von Jude Bellingham
Mit seinen sechs Toren hat Jude Bellingham bewiesen, dass er ein Schlüsselspieler ist. Dennoch bleibt die Partnerschaft mit Kane eine Herausforderung: Sie hat bisher nicht die erhoffte Effektivität gezeigt. Bellingham wurde für seine Leistung gegen Panama mit dem Titel „Spieler des Spiels“ ausgezeichnet und ist der wertvollste englische Spieler mit einem Marktwert von 130 Millionen Euro. Auch wenn es einige Kritik an Tuchels Kader-Nominierung gab, ist der Fokus auf ein funktionierendes Team und nicht auf Einzelspieler gelegt.
Die bevorstehende Partie gegen Costa Rica wird als Chance gesehen, das Selbstbewusstsein weiter aufzubauen und die Angriffsmöglichkeiten zu verbessern. Tuchel hat in den letzten Freundschaftsspielen durch Rotation auf Fitness gesetzt, doch die Aufstellung gegen Costa Rica wird näher am Team sein, das gegen Kroatien spielt. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich der Angriff zwischen Kane und Bellingham entwickeln wird – der Druck wächst, und die Fans sind gespannt, ob sie auch dieses Mal die Angst vor der Vergangenheit ablegen können.
Mit Tuchel an der Spitze geht England optimistisch in die WM, auch wenn die Frage bleibt, ob sie den ersten WM-Titel seit 1966 nach Hause bringen können. In den letzten 14 Spielen unter Tuchel gab es 11 Siege und nur 2 Niederlagen – das lässt hoffen. Aber wird das Team, das in den letzten Jahren immer wieder an der Schwelle zum Erfolg stand, endlich den entscheidenden Schritt machen können?
