Johannes Eggestein: Auf dem Weg zum Erfolg mit Austria Wien in der österreichischen Bundesliga
Johannes Eggestein, der 27-jährige Stürmer, steht kurz vor dem Sprung in die Meisterschaftsrunde der österreichischen Bundesliga mit Austria Wien. Der gebürtige Hannoveraner wechselte im Sommer 2022 vom FC St. Pauli nach Wien und hat sich in dieser Saison bereits mit sieben Toren und sieben Vorlagen einen Namen gemacht. In einem Podcast von Sky-Austria, „Der Audiobeweis“, beschreibt er sich selbst als nicht klassischen Neuner und zeigt eine Vorliebe für die Rolle als hängende Spitze. Eggestein ist allerdings auch ein Spieler, der ständig nach Möglichkeiten zur Verbesserung seines Spiels sucht und sich an anderen Profis orientiert. Ein besonderes Vorbild für ihn ist Harry Kane, den er für seine Spielgestaltung und seinen Teambeitrag bewundert. Bei St. Pauli war er jedoch nicht mehr gefragt, da Trainer Alexander Blessin auf Tempo-Gegenstöße setzte. In Wien scheint Eggestein nun erfolgreicher zu sein, was ihm viele neue Möglichkeiten eröffnet.
Seine Fußballkarriere begann Eggestein beim TSV Schloß Ricklingen und führte ihn über die Jugendmannschaften des TSV Havelse in die Akademie des SV Werder Bremen. In der U17-Bundesliga Nord/Nordost wurde er Torschützenkönig, ein Erfolg, den er auch in den folgenden Jahren in der U19 erzielen konnte. 2016 erhielt er seinen ersten Profivertrag bei Werder Bremen, wo er in der Saison 2016/17 zunächst für die zweite Mannschaft in der 3. Liga spielte und dann sein DFB-Pokal-Debüt feierte. Sein Bundesliga-Debüt absolvierte er am 26. August 2017 gegen den FC Bayern München. Bis Herbst 2020 sammelte er 55 Einsätze für Werder Bremen. Danach wechselte er leihweise zum LASK, wo er in 39 Einsätzen 20 Tore erzielte und sogar im Europacup ein Tor gegen Royal Antwerpen schoss. Nach einem kurzen Aufenthalt bei Royal Antwerpen kam er 2022 zum FC St. Pauli, wo er schnell zum Stammspieler avancierte und mit dem Team in seiner zweiten Saison den Meistertitel und den Aufstieg in die Bundesliga gewann. In den letzten drei Jahren hat er 85 Spiele für St. Pauli bestritten und dabei 20 Tore erzielt. Sportdirektor Manuel Ortlechner äußerte sich positiv über Eggestein und bezeichnete ihn als Wunschspieler von Co-Trainer Stephan Helm.
Ein Blick auf die österreichische Bundesliga
Die österreichische Bundesliga, die seit ihrer Einführung im Jahr 1974 eine zentrale Rolle im österreichischen Fußball spielt, hat sich über die Jahre stark weiterentwickelt. Ursprünglich als Wiener Bewerb gestartet, wurde sie zur gesamtösterreichischen Meisterschaft und etabliert sich heute als höchste Spielklasse mit zehn Klubs. Die Liga wird in vier Durchgängen ausgetragen, was insgesamt 36 Runden ergibt. In der Saison 2024 wird der Meistertitel von SK Puntigamer Sturm Graz angestrebt, nachdem die Liga seit 2018 von FC Red Bull Salzburg dominiert wurde.
Die Bundesliga hat eine reiche Geschichte, in der viele Klubs wie der FK Austria Wien und SK Rapid Wien in den 1980er Jahren eine herausragende Rolle spielten. Rapid Wien konnte in dieser Zeit vier Meistertitel gewinnen, während Austria Wien fünf Titel errang. Die Liga hat im Laufe der Jahre verschiedene Reformen durchlaufen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, darunter die Einführung der Nationalliga und das Play-Off-System. Diese Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass die Liga heute spannender denn je ist, was auch Spielern wie Johannes Eggestein zugutekommt, die in Österreich ihre Karriere weiterentwickeln möchten.
Die Zukunft von Eggestein bei Austria Wien sieht vielversprechend aus, und es bleibt abzuwarten, wie sich seine Entwicklung in dieser dynamischen und sich stetig verändernden Liga weiter gestalten wird. Die Verbindung zu einem Spieler wie Harry Kane könnte sich als wertvoll erweisen, während Eggestein weiterhin nach Wegen sucht, sein Spiel zu verbessern und seinen Beitrag zur Mannschaft zu leisten.
