Der FC St. Pauli sieht sich zurzeit mit einigen Herausforderungen konfrontiert, denn ein schwerer Trainingsunfall von Mathias Pereira Lage sorgt für Unruhe im Kader. Zudem kämpft Nikola Vasilj, der erfahrene Torwart und Nationalkeeper von Bosnien-Herzegowina, mit einer Erkrankung, die ihn am Dienstag und Mittwoch vom Training abhielt. Vasilj, der 163 Spiele für den Verein bestritten hat, musste in der Vorsaison schon einmal wegen einer umstrittenen roten Karte und einer anschließenden Sperre im letzten Saisonspiel kleinere Rückschläge hinnehmen. Diese Unsicherheiten machen den Weg für seinen Stellvertreter, Ben Voll, frei, der sich nun in die Bresche springen muss. Die MOPO berichtete, dass ein Torwartwechsel aufgrund von Vasiljs Krankheit die Stabilität der Mannschaft gefährden könnte, dieses Szenario aber nicht als katastrophal einzustufen ist.

Ben Voll, erst 23 Jahre alt, sorgt für frischen Wind im Kader des FC St. Pauli. Der Torwart wurde von Drittligist Viktoria Köln verpflichtet, und das Ganze wurde von Sportdirektor Andreas Bornemann im Einvernehmen mit der Vereinsführung von Viktoria Köln geregelt. Details der Transaktion sind dabei nicht in die Öffentlichkeit gelangt. In der letzten Saison hat Voll die Verantwortung als Stammtorwart in Köln übernommen und sich dort mit 68 Spielen in der dritten Liga sowie zusätzlichen Einsätzen im DFB-Pokal (drei Spiele) und Mittelrheinpokal (sechs Spiele) einen Namen gemacht. FC St. Pauli macht daher ein gutes Geschäft und erhofft sich viel von dem jungen Keeper.

Ein Talente, das seinesgleichen sucht

Die Karriere von Ben Voll nahm ihren Anfang in der Jugend von Viktoria Köln, wo er von 2015 bis 2018 ausgebildet wurde. Über die U19 von Alemannia Aachen zog es ihn dann nach Rostock, bevor er 2022 zu seinem Heimatverein zurückkehrte und dort seinen Platz als Stammtorwart festigte. Cheftrainer Fabian Hürzeler lobt Volls Fähigkeiten im Aufbauspiel sowie seine Lernbereitschaft, Eigenschaften, die im modernen Fußball unerlässlich sind.

Bens Leistungen in der Vergangenheit sprechen für sich. Im DFB-Pokal konnte er mit herausragenden Auftritten auf sich aufmerksam machen, darunter der große Coup gegen TSG Hoffenheim. Auch wenn sein Auftritt im Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen nicht ganz so glänzend war, zeigt er dennoch Potenzial und einen starken Wettkampfgeist. Der Torwartwechsel könnte eine echte Chance für ihn sein, sich im Kader des FC St. Pauli zu profilieren. Vor diesem Hintergrund blickt er mit Spannung auf die neuen Herausforderungen, die ihn bei den Paulianern erwarten.