Heute ist der 22.06.2026, und wir werfen einen Blick auf das bunte Leben von Eberhard Michaely, einem Mann, der mehr als nur einen Beruf hat. Geboren 1967 in Saarbrücken, hat er sich durch die unterschiedlichsten Jobs gewurstelt: von Schreiner über Musiker bis hin zum Krimiautor. Wer könnte ahnen, dass dieser vielseitige Mensch seit 2018 Teilzeit als Busfahrer für den Hamburger Verkehrsverbund unterwegs ist? Das ist doch schon mal eine spannende Wendung!

Ein gelernter Gießereimodellbauer, der sich gegen die Übernahme des Familienunternehmens entschied, um Musik zu studieren. Michaely tauchte ein in die Welt des Jazz und spielte in Bands und Musicals, sogar in „Cats“ und „Das Phantom der Oper“. Doch der finanzielle Druck ließ ihn 2013 die Musik an den Nagel hängen – eine schwere Entscheidung, die ihn aber nicht davon abhielt, seiner Kreativität weiterhin freien Lauf zu lassen.

Von der Musik zum Schreiben

Der Schalter für die Schriftstellerei wurde während einer Pilgerreise von Hamburg nach Saarbrücken umgelegt. 24 Tage, 760 Kilometer – das klingt nach einer ganz schönen Herausforderung! Doch genau in dieser Zeit entdeckte Michaely seine Leidenschaft fürs Schreiben. Er führte Tagebuch, und schwuppdiwupp, schon war sein Debütroman „Frau Helbing und der tote Fagottist“ geboren. Seit 2021 hat er bereits sechs weitere Krimis veröffentlicht, und 2025 wird eine neue Reihe mit dem Titel „Wasserschaden: Hausmeister Penzkofer ermittelt“ an den Start gehen.

Die Protagonisten seiner Geschichten sind alles andere als Klischees; Michaely bevorzugt alltägliche Charaktere, die man in jedem Café oder Bus antreffen könnte. Besonders inspirierend war ein Besuch beim Hamburger Krimi-Festival, der ihm die Idee gab, humorvolle Krimis zu schreiben. Diese Mischung aus Spannung und Witz zieht vor allem weibliche Leser an, die in den Lesungen oft in großer Zahl vertreten sind.

Der Busfahrer und seine Erlebnisse

Als Busfahrer hat Michaely ein abwechslungsreiches Arbeitsleben. Der ständige Wechsel zwischen Früh- und Spätdiensten sorgt dafür, dass jeder Tag anders ist. Die Begegnungen mit Fahrgästen – mal freundlich, mal weniger – sind Teil seines Alltags. Bedrohliche Situationen sind dabei zum Glück die Ausnahme. Michaely genießt die Möglichkeit, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen und mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt zu treten. Man könnte sagen, er hat einen ganz besonderen Blick auf die Stadt und ihre Bewohner.

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Und auch während der Pausen als Busfahrer findet er Zeit zum Schreiben. Es ist fast so, als würde er mit jeder Fahrt neue Geschichten sammeln. Michaely hat sich in seiner Rolle als Busfahrer und Autor gemütlich eingerichtet. Solange alles gut läuft, sieht er keinen Grund, etwas zu ändern. Die Kombination aus Beruf und Leidenschaft ist für ihn ein perfektes Gleichgewicht.

In einer Welt, in der viele Menschen einen klaren Karriereplan verfolgen, zeigt Michaely, dass es auch anders geht. Warum sich festlegen, wenn man mit Neugier und Kreativität das Leben in vollen Zügen genießen kann? Seine Geschichte ist ein inspirierendes Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen – sei es auf der Straße oder in der Literatur.