Die Trainer-Geschichte des FC St. Pauli: Wer ist wo heute?
Der FC St. Pauli hat seit dem Jahr 2000 in insgesamt 17 verschiedenen Trainer an der Seitenlinie erlebt. Einige der Trainer hatten prägnante Karrieren, andere kämpften sich durch unterschiedliche Höhen und Tiefen im Fußballgeschäft. Ein Rückblick auf die Trainerhistorie des Traditionsvereins zeigt, wie facettenreich die Führungswechsel waren und welche Wege die ehemaligen Trainer eingeschlagen haben.
Beginnen wir mit Dietmar Demuth, dem ersten Trainer der neuen Ära. Zwischen 2000 und 2002 führte er St. Pauli in die Bundesliga, nachdem er den Club 2001 als Tabellendritter der 2. Liga auf Platz eins brachte. Leider endete seine Zeit nach einem Jahr in der Bundesliga mit dem Abstieg und seiner Entlassung. Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Demuth setzte seine Reise im Fußball fort, zuletzt bei MSV Neuruppin aktiv.
Trainerwechsel und deren Folgen
Nach Demuth übernahm Joachim Philipkowski, der zuvor nur im Nachwuchsbereich aktiv war, die Zügel. Seine Amtszeit währte nicht lange; nach 11 sieglosen Spielen musste er gehen. Philipkowski blieb dem Verein jedoch treu und ist inzwischen als Scout tätig.
Franz Gerber, der 2002 das Traineramt übernahm, konnte den Verein vor der Insolvenz bewahren, doch auch er fand sich schließlich 2004 vor der Tür wieder. Es folgten Andreas Bergmann, der als erster Trainer ohne Bezug zu St. Pauli in die Geschichtsbücher einging, und das erfolgreiche Duo Holger Stanislawski und André Trulsen, welches den Club 2006 zurück in die 2. Liga führte. Stanislawski hat sich mittlerweile als Unternehmer niedergelassen und führt einen Supermarkt. Trulsen hingegen bleibt dem Fußball in verschiedenen Co-Trainer-Positionen treu.
| Trainer | Amtszeit | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Dietmar Demuth | 2000-2002 | Aufstieg in die Bundesliga |
| Joachim Philipkowski | 2002 | Wenig Erfolge, jetzt Scout |
| Franz Gerber | 2002-2004 | Verhinderte Insolvenz |
| Andreas Bergmann | 2004-2006 | „Bokal“-Serie |
| Holger Stanislawski & André Trulsen | 2006-2011 | Rückkehr in die 2. Liga |
Nachdem verschiedene Trainer wie André Schubert und Thomas Meggle versuchten, Stabilität zu bringen und einen Aufstieg herbeizuführen, war es 2014 Ewald Lienen, der mit einer rekordverdächtigen Amtszeit in die Geschichte eingeht. Lienen, der St. Pauli vor dem Abstieg rettete, ging anschließend als Technischer Direktor und hat heute einen Fußball-Podcast.
Die jüngeren Trainer
Im jüngeren Kontext der Vereinsgeschichte sind Timo Schultz, der St. Pauli 2020 übernahm und mit einem soliden fünften Platz in der 2. Liga abschloss, und Fabian Hürzeler, der 2022 die Zügel übernahm und den Aufstieg erzielte, zu nennen. Hürzeler wechselte jedoch schnell nach Brighton & Hove Albion, während Alexander Blessin das Traineramt übernahm und zunächst den Klassenerhalt sicherte. St. Pauli musste allerdings im Jahr 2025 den Abstieg in die 2. Liga hinnehmen.
Die Zukunft von Blessin bleibt ungewiss, da er angeblich Angebote von anderen Vereinen erhalten hat. Die Dynamik im Verein deutet an, dass in den kommenden Wochen oder Monaten möglicherweise weitere Veränderungen anstehen.
Die Geschichte der Trainer von St. Pauli ist ein spannendes Kapitel des Vereins, das die Höhen und Tiefen des Fußballs wunderbar widerspiegelt. Jedes Trainerengagement bringt eigene Geschichten und Erfahrungen mit sich – Fans und Fußballbegeisterte dürfen gespannt sein, wohin die Reise für St. Pauli führt.
Wie mopo.de berichtet, war die Trainerkarriere des Vereins bislang geprägt von Wechseln und Herausforderungen. Bleibt abzuwarten, welche Köpfe als nächstes die Geschicke des Traditionsvereins lenken werden.
